Arbeit: Verschiebt sich das Machtverhältnis auf dem Arbeitsmarkt? | Sebastian Dullien (Hans-Böckler-Stiftung)
Shownotes
Wir sind bis Ende August in der Sommerpause – solange gibt's ausgewählte Folgen aus dem Archiv. Diese Folge erschien ursprünglich am 19.10.2023.
Ständig hören wir von Fachkräftemangel, steigender Arbeitslosenquote oder fehlenden Jobaussichten. Doch welche Probleme stecken tatsächlich hinter diesen Begriffen und warum hat sich unser Arbeitsmarkt zu dem entwickelt, was er heute ist? Wir blicken auf die neuesten Veränderungen im Bereich der Industriepolitik und betrachten, wie diese sich auf das Kräfteverhältnis zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden auswirken. Könnte es sein, dass der Fachkräftemangel hauptsächlich durch unzureichende Bezahlung und schlechte Arbeitsbedingungen entstanden ist? Welche langfristigen demokratischen Wendepunkte durch arbeitsmarktpolitische Entscheidungen hervorgerufen werden können- darüber sprechen wir mit Sebastian Dullien, wissenschaftlichem Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung.
Wir freuen uns über eine Bewertung und euer Feedback. Ihr erreicht uns über Instagram (@gruenrasmus) oder per Mail (podcast@rasmus-andresen.eu).
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Money Matters ist ein Podcast von und mit Rasmus Andresen, Abgeordneter der Grünen im Europaparlament.
Moderation: Anna-Lena Kümpel und Rasmus Andresen
Produktion: BosePark Productions
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zu Moneymeters, dem Podcast für zukunftsfähige Finanzpolitik.
00:00:08: Mein Name ist Anna-Lina Kümpel.
00:00:10: ich bin Moderatorin, ich bin ganz normalpolitisch interessiert und ich bin heute alleine hier.
00:00:17: Normalerweise sitze ich zusammen mit meinem lieben Podcastpartner Rasmus Andresen im Podcast.
00:00:24: Rasmuss sitzt für die Grünen im Europäischen Parlament aber Das Parlament ist gerade in der Sommerpause und deswegen haben auch wir entschieden, dass wir hier eine kleine Pause einlegen.
00:00:35: Zumindest was neue Folgen angeht!
00:00:39: Wir haben aber einige der Top-Folgen aus den letzten vier Jahren Podcast für euch rausgesucht und die laden wir euch hier in den nächsten Wochen Stück für Stück hoch und ab September geht es dann mit neuen Folgen weiter.
00:00:55: Natürlich stecken wir gerade mitten in der Vorbereitung für die nächsten Folgen und ihr dürft euch super, super gerne mit Themenvorschlägen und Wünschen bei uns melden.
00:01:03: Das macht ihr am besten per E-Mail an podcastadrasmus-andresen.eu.
00:01:10: Die Mail Adresse kommt natürlich auch nochmal in die Show Notes.
00:01:14: In der Folge, die wir uns heute noch mal anhören geht es um das Thema Arbeitsmarkt.
00:01:21: Dafür haben wir mit Professor Sebastian Dulin gesprochen.
00:01:24: Er ist der wissenschaftliche Direktor der Hans-Böckler Stiftung.
00:01:28: Im Gespräch geht es um den Fachkräftemangel, das Thema Arbeitslosigkeit und die Niedriglohnsektor Und wir haben die Frage gestellt welchen Effekt eigentlich eine grüne Transformation auf dem Arbeitsmarkt hat.
00:01:42: Was ich beim Reinhören total spannend fand ist.
00:01:45: KI kommt in diesem Gespräch noch gar nicht vor.
00:01:50: Wir haben den Podcast im Oktober zwanzig dreiundzwanzig veröffentlicht und als wir ihn aufgenommen haben, da war Chatchi Petit gerade mal so ein Dreivierteljahr draußen.
00:01:59: Und natürlich gab es dann Hype.
00:02:01: aber man merkt... Diese großen Diskussionen darüber, wie das jetzt den Arbeitsmarkt verändert – die kamen ganz offensichtlich erst später.
00:02:10: Sonst hätten wir auf jeden Fall darüber geredet und das ist dann doch auch irgendwie erst drei Jahre her!
00:02:15: Also es ist Wahnsinn, wie schnell sich alles entwickelt.
00:02:18: Trotzdem ist dieses Gespräch weiterhin sehr aktuell weil ganz viele der Mechanismen am Arbeitsmarkt sich trotz KI überhaupt nicht verändert haben.
00:02:27: und genau da hören wir jetzt rein.
00:02:31: In einigen Bereichen sind einfach die Arbeitsbedingungen so schlecht, dass die Menschen, die dort früher gearbeitet haben und sich überlegt haben, das jetzt nicht nur mitmachen.
00:02:39: Und da ist es natürlich aus Sicht der Arbeitgebenden dann Fachkräftemangel ist aber damit zu tun, dass sie eben nicht bereit sind vernünftig zu bezahlen und für nünftige Arbeitsbedingerung zu
00:02:49: schaffen.".
00:02:53: Money Matters – Der Podcast über eine zukunftsfähige Finanzpolitik.
00:03:03: Hallo und herzlich willkommen zu Money Matters.
00:03:06: Mein Name ist Anna-Lena Kümpel, ich bin Moderatorin und repräsentiere die normalpolitisch Interessierten
00:03:11: Und mein Name ist Rasmus Andriesen.
00:03:13: Ich bin Europapgottunter für die Grünen und Schleswig-Heulsteiner.
00:03:17: Wir sprechen heute über den Fachkräftemangel haben wir alle schon x-mal gehört und das Ganze betrifft ganz viel handwerkliche und soziale Berufe.
00:03:26: Wir kriegen es mit in Kitas fehlen Erzieherinnen, in Schulen fehlen LehrerInnen.
00:03:30: Es fehlen Pflegekräfte zum Beispiel in den Altenheimen aber auch teilweise in den Krankenhäusern Und es kann auch super schwierig sein jemandem zu finden der einem eine Photovoltaikanlage aufs Dach bringt.
00:03:39: Das heißt wir haben ein Problem wenn's in Richtung Energiewende geht.
00:03:43: Genau Arbeitsmarkt und Beschäftigungspolitik soll heute unser Thema sein Und da das ein ganz schön breites Feld ist, haben wir einen ganz besonderen Gast eingeladen.
00:03:52: Professor Sebastian Dulin.
00:03:54: er ist wissenschaftlicher Direktor der Hans-Böckler Stiftung.
00:03:56: Yes und falls ihr Hansböcklers Stiftungen auch schon x mal gehört habt aber wie ich nicht ganz genau wisst was es ist?
00:04:02: Wir haben für euch nachgeguckt!
00:04:03: Es ist das Mitbestimmungsforschungs- und Studienförderwerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes.
00:04:11: Hallo Sebastian herzlich willkommen bei Mani Metres.
00:04:14: Wir springen direkt rein ins Thema Fachkräftemangel.
00:04:17: Ist ein Problem, haben wir verstanden?
00:04:19: Warum haben wir den überhaupt?
00:04:20: Wo kommt er her?
00:04:21: Ich glaube da gibt es eine ganze Reihe von Ursachen.
00:04:23: Eine Ursache ist dass wir in einer alternde Gesellschaft sind.
00:04:26: Da gehen jetzt Menschen in Rente die bestimmte Qualifikation hatten.
00:04:31: Ein anderer Grund ist das wir eigentlich eine ganz gute Arbeitsmarktlage seit einigen Jahren haben.
00:04:36: Das heißt wir sind nah an dem was man Vollbeschäftigung nennen würde und da fehlen dann eben Kräfte, wenn irgendwo was aufgebaut werden soll.
00:04:45: Es gibt aber noch zwei andere Gründe und ein Grund ist, dass es gar nicht möglicherweise überall so einen starken Fachkräftemangel gibt wie das gerne dargestellt wird.
00:04:54: in einigen Bereichen sind einfach die Arbeitsbedingungen so schlecht oder die Bezahlung so schlecht, dass die Menschen, die dort früher gearbeitet haben sich überlegt haben, das jetzt nicht mehr mitmachen.
00:05:02: Und da Natürlich aus Sicht der Arbeitgebenden.
00:05:07: Dann dann Fachkräftemangel ist aber damit zu tun, dass eben nicht bereit sind vernünftig zu bezahlen und vernünftige Arbeitsbedingungen zu schaffen.
00:05:14: Welche Bereiche sind das?
00:05:15: Also Gesundheit und Pflege sind sicherlich solche Bereiche zum Teil auch die Gastronomie.
00:05:20: Gesundheit Und Pflege haben wir das gesehen in der Corona Pandemie, dass dort Menschen ja vorher gearbeitet haben und entweder ausgestiegen sind oder ihre Arbeitszeit jetzt verringert haben, also weniger arbeiten weil sie die Bedingungen so nicht mehr mitmachen können.
00:05:36: Und da könnte man einfach mit besseren Arbeitsbedingungen auch was machen.
00:05:41: Und in welchen Bereichen kommt denn ein realer Fachkräftemangel am stärksten zu tragen?
00:05:46: Ja, das ist immer schwierig, dass zwischen real und den Arbeitsbedingungen zu unterscheiden.
00:05:51: Also nehmen wir zum Beispiel die Bauwirtschaft- und Sanitärinstallationen oder Heizungsinstellateure wo man jetzt sagt naja da sind Engpässe mit dem Gebäudeenergiegesetz und dem Einbau von Wärmepumpen wenn man jetzt genauer sich als anguckt.
00:06:05: Gibt da Datens zu?
00:06:06: Dann stellt man fest, dass der Bau-Sektor so ein Sektor ist wo die Menschen nach ihrer Ausbildung relativ kurz in dem Sektors verblieben sind.
00:06:13: In den letzten Jahrzehnten und dann zum Beispiel Industrie ins verarbeitene Gewerbe, die Automobilindustrie oder wer weiß wohin abgewandert sind.
00:06:20: Und das haben wir oft gemacht weil er einfach dort gab es vorhersehbare Schichtsysteme Dort gab's bessere Bezahlung, bessere Jobsicherheit.
00:06:28: Und jetzt eigentlich Deutschland, wenn es diese Menschen wieder zurückbekommen würde in den Bausektor dann hätten wir da gar keine Knappheit.
00:06:36: Von daher ist das immer ganz schwer zu sagen wo eine echte objektive Knabheit besteht.
00:06:42: Aber hätten die Knabheiten nicht einfach woanders?
00:06:45: Wenn Leute mit der gleichen Qualifikationen dann den Job und den Sektor wechseln, dann wechselt doch auch die Knapheit
00:06:52: Zum Teil schon.
00:06:52: aber es gibt natürlich auch Bereiche im Moment eigentlich zu viele Menschen sind für das, was da produziert wird.
00:06:59: Also weil die Produktion schwach ist aber bei den Firmen jetzt eben noch an diesen Beschäftigten festhalten, weil sie denken dass ich das vielleicht wieder ändern könnte und weil Sie in der Vergangenheit gesehen haben, dass man einmal die Leute rauswirft und gehen lässt es dann sehr schwierig wird wieder Menschen zurückzuholen.
00:07:17: Es gibt noch einen anderen Punkt wo wahrscheinlich Fachkräfte nicht richtig genutzt werden für die Wirtschaft und das ist bei uns auch die Frauenerwerbstätigkeit.
00:07:25: Wir haben zwar in den vergangenen Jahren es hinbekommen, dass mehr und mehr Frauen tatsächlich arbeiten also Erwerbsarbeit machen jenseits der Care Work zu Hause was früher weniger üblich war aber wir sehen auch das ganz viele dieser Frauen in zum Beispiel nur in Mini Jobs oder in einer Teilzeit von bis zu zwanzig Stunden oder knapp über zwanziger Stunden arbeiten.
00:07:47: Und da ist durchaus auch potenzial, dass wenn man das mit der Kinderbetreuung besser organisieren würde.
00:07:53: Dass man dann auch mehr Fachkräfte hätte oder mehr Arbeitsstunden von den Fachkräften hätte, weil darum geht es ja am Ende.
00:08:00: Das geht nicht unbedingt um mehr Köpfe, sondern es geht darum, dass wir in bestimmten Bereichen einfach bestimmte Arbeiten haben die liegen bleiben und nicht gemacht werden.
00:08:07: So, das klingt so als ob jetzt die Folge zum Fachkräftemangel damit anfangen?
00:08:10: Dass wir gar nicht so dollen Mangel haben, sondern dass wir die Leute nur anders verteilen müssen.
00:08:14: Das ist einer der, die Verteilung der Menschen und das Motivieren oder das Aktivieren von Menschen.
00:08:21: Ist ein wichtiges Element um den Fachkräftemangel anzugehen?
00:08:23: Das wird nicht reichen weil wir jetzt eben in einem Bereich kommen wo auch die Zahl der Arbeitskräfte insgesamt in Deutschland möglicherweise schrumpft.
00:08:31: Wir wissen es nicht ganz genau weil das hängt davon ab wie die Zuwandungen nächsten Jahren aussieht aber unter normalen Annahmen wird man davon ausgehen dass die Zahl der Menschen im Erwerbstätigen altern, damit auch denen, deren die die arbeiten wollen eben fällt.
00:08:45: Das kann man nicht vollständig durch eine bessere Verteilung lösen aber es ist die Verteidigung trotzdem ein Element wo man auch mal dran gehen sollte.
00:08:54: Okay also Verteiltungen wie können wir sonst gegensteuern?
00:08:56: Einwanderung ist ein wichtiges Element.
00:08:58: Wir können besser gucken dass für Menschen die wir in diesen Bereichen brauchen leichter einwandern lassen.
00:09:06: weiteres Element ist natürlich Bildung.
00:09:09: Wir haben immer noch sehr viel auch Geflüchtete bei uns, die nicht arbeiten.
00:09:14: Die aber durchaus jung und auch flexibel sind und die man mit mehr Anstrengungen dazu bringen könnte dass sie eine vernünftige Ausbildung machen und dann eben aus Fachkräften zur Verfügung stehen würden.
00:09:25: Okay, wie ist es denn bei der Einwanderung?
00:09:28: An welchen Stellschrauben könnten wir denn drehen um das zu erreichen was du dir gerade gewünscht hast nämlich das attraktiver zu machen.
00:09:34: Ja
00:09:35: zuallererst könnte man natürlich Menschen erleichtern aus bestimmten Ländern zu uns kommen wenn sie hier bei uns arbeiten möchten.
00:09:43: Das fängt damit an, dass man anders anbieten könnte bestimmte Abschlüsse anzuerkennen.
00:09:49: Man könnte ja allein schon mit dem Visum eine Verteilung von Arbeitsvisern.
00:09:56: da sind wir in Deutschland bislang immer relativ restriktiv gewesen und da könnt man natürlich auch ansetzen.
00:10:02: Okay, und jetzt haben wir ja ein neues Einwanderungsgesetz von der Ampel.
00:10:05: Bist du Fan?
00:10:06: Ich
00:10:06: bin jetzt kein Migrationsexperte, muss ich vorab sagen.
00:10:10: Mein Eindruck ist dass dieses Ampel-Gesetz besser ist als das was wir vorher hatten.
00:10:13: allerdings ist es glaube ich noch nicht der Weisheit.
00:10:15: letzter Schluss.
00:10:16: Können
00:10:16: wir uns mal einen Bereich rausnehmen, der ja von einer großen gesellschaftlichen Bedeutung ist.
00:10:22: Du hast es gerade schon angesprochen unter dem Stichwort Gebäudeenergie Gesetz Dann stehen wir ja nicht nur vor den normalen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt, über die ihr gerade schon auch gesprochen habt.
00:10:35: Sondern es kommt jetzt große Transformationsaufgabe hinzu.
00:10:38: Wir wollen klimaneutral werden in den nächsten ja zwanzig vielleicht fünfundzwanzig Jahren und das hat ja auch große Effekte auf den Arbeitsmarkt.
00:10:47: zum einen weil wir wegwollen von fossilen Drennstoffen Und auf der anderen Seite dann aber auch im Bereich regenerative Energien vor einem kräftigen Ausbau stehen.
00:10:59: Wie schaust du auf diese Transformationsaufgabe in Bezug auf den Arbeitsmarkt, in Bezug auf das Stichwort Fachkräfte?
00:11:07: Mangel und auch die Verunsicherung, die es vielleicht in einigen Regionen auch gibt bei Menschen deren Arbeitsplatz vielleicht noch sehr stark an fossilen Brennstoffen man Kohlekraft beispielsweise hängt.
00:11:18: wie begleitest Du das was Denkst du könnten da auch Antworten sein, die ja nicht in den Menschen mitnimmt.
00:11:24: Sondern ihnen auch eine Zukunftsperspektive gibt?
00:11:28: Also es ist ja relativ klar dass bestimmte Berufe wegfallen werden.
00:11:33: bei der Decarbonisierung also Bergbau, Braunkohleabbau werden wir wahrscheinlich dann oder werden wir ziemlich sicher absehbar nicht mehr haben und die Arbeitsplätze die dort sind wird's denn davon nicht mehr geben.
00:11:46: Das ist ein Problem, weil wir Regionen haben die sehr stark auf diesen Arbeitsplätze basieren.
00:11:52: Wo die Wirtschaftsaktivität sehr stark daran hängt und hier wäre es einfach wichtig einerseits natürlich aus und Weiterbildung anzubieten aber das zweite ist auch dort industriepolitisch strukturpolitisch Unternehmen zu helfen, sich dort anzusieben und dort aufzubauen.
00:12:09: Idealerweise dann mit Bezug auf die Dekarbonisierung.
00:12:12: Also Wasserstoffwirtschaft, Wasserstoffproduktion alles Mögliche was da dran hängt sind dabei Spiele.
00:12:19: Es gibt auch noch andere Aspekte dabei.
00:12:21: also es gibt ja auch die Aspechte dass die Dkabonisierung das ist glaube ich die Sorge bei vielen auch in progressiven Lager dass sie zur Machtverschiebung am Arbeitsmarkt führen kann in vielen der Industrien, die heute was mit fossiler Energie zu tun haben relativ vor Organisationsgrade haben.
00:12:42: Also der Bergbau, Braunkohle aber auch für die Steinkohle das sind Bereiche wo sehr viele Menschen Gewerkschaftsmitglieder sind und es gibt den Gewerkschaften dort eine relativ starke Verhandlungsmacht.
00:12:53: Was auch bedeutet dass es einfacher war für bessere Arbeitsbedingungen höhere Löhne usw einzutreten.
00:13:00: Wenn wir uns heute auch angucken, Unternehmen wie VW, BMW haben auch relativ hohe Organisationsgrade.
00:13:05: Und hier ist ein bisschen die Gefahr und dass wir eine gesamtwirtschaftliche Machtverschiebung bekommen weil eben diese alten Unternehmen durch neue Unternehmen die möglicherweise auch der deutschen Modelle Mitbestimmung negativ gegenüber eingestellt sind, ersetzt werden.
00:13:22: Also wenn zum Beispiel das macht für den Arbeitsmarkt einen riesigen Unterschied ob künftig die Elektroautos alle von Volkswagen BMW und Mercedes hergestellt werden?
00:13:32: Weil da sind Unternehmen, die eben eine Tradition der Mitbestimmung oder Arbeitnehmer, Arbeitnehmerinnen Beteiligung haben oder von Tesla, die eine Tradktion haben gegen Gewerkschaften rabiat vorzugehen zu verhindern oder zu blockieren.
00:13:46: Und das ist eben auch eine Sache, dass man da aufpassen muss, dass die Decarbonisierung nicht zu so einer Machtverschiebung führt.
00:13:54: Ein anderes Beispiel dafür ist ja auch gerade die Auseinandersetzung um Tarifverträge in der Windkraftbranche.
00:14:00: bei mir in Schleswig-Kollstein oben gibt es diese Auseinsatzung zwischen der IG Metall auf der einen Seite und dem dänischen Windkraftunternehmen Westerz.
00:14:08: Ich glaube, dass das auch zeigt, dass da auf jeden Fall noch etwas in der Organisation Arbeitsverhältnissen noch im Bereich der erneuerbaren Energien wirklich auch zu klären ist.
00:14:21: Mich würde vielleicht auch in Bezug darauf aber auch darüber hinaus interessieren, wie du da die industriepolitische Diskussion gerade wahrnimmst?
00:14:28: Wir haben ja auf europäischer Ebene so ein bisschen Wake-up Call gehabt nach dem Inflation Reduction Act der USA wo Joe Biden als US-Präsident ja ein sehr großes staatliches Investitions- und Industrieprogramm vorgelegt hat, ja vor allem auch mit dem Ziel Arbeitsplätze in den USA im Bereich der grünen Transformationen aufzubauen.
00:14:50: Wie erlebst du da die Antwort sowohl der Bundesregierung aber vielleicht auch der EU-Kommission?
00:14:55: Die ja so ein bisschen noch probiert haben darauf eine Antwort zu formulieren reicht es aus deiner Sicht aus?
00:15:00: oder was müsste da eigentlich noch konkret passieren?
00:15:03: Also erstmal vorne weg, was da passiert reicht noch nicht aus.
00:15:07: Aber es ist sehr erfreulich das überhaupt was passiert und dass die Debatte sich wendet.
00:15:11: also das was wir jetzt erleben ist ja das China macht das schon seit ein paar Jahren aber jetzt die USA auch ganz stark industriepolitisch aktiv werden und probieren mit allen möglichen Subventionen auch Standortentscheidungen, Zukunften den USA zu schaffen und das insbesondere in grünen Technologien die eben Zukunftstechnologien sein könnten.
00:15:33: Und das Problem ist wenn man hier jetzt nicht auch reagiert, ist die Gefahr dass diese Zukunftsindustrie, diese Grüne Zukunftsindustrien vor allem in den USA und China am Ende sind und die Produktion dort stattfinden was für uns nachteilig sein könnte aus verschiedenen Gründen.
00:15:52: Da es gut Sowohl die EU-Kommission als auch Deutschland jetzt bereit sind, stärker aktiv zu werden und stärker auch die Ansiedlung bestimmter Industrien bei uns zu unterstützen.
00:16:05: Das ist einerseits weil es gibt im Grunde drei oder vier Gründe sogar warum man das machen sollte und tun sollte.
00:16:14: Der erste Grund ist strategische Autonomie.
00:16:16: Wir haben jetzt ja im Konflikt Russland-Ukraine mitgekriegt, wie unangenehm das ist.
00:16:21: Wenn wir abhängig sind von einem der großen Player in der Welt was Energie angeht und das gilt natürlich auch für wenn es zentrale Teile gibt für ein dekarbonisiertes Energiesystem also Solarzellen oder Windkrafträder, wenn wir vollständig abhängigt wären vom Importen aus China davon werden wir einfach sehr erpressbar.
00:16:43: Der zweite Grund ist, dass mit dieser Industriepolitik natürlich auch Technologien gefördert werden.
00:16:47: Dadurch das in den USA jetzt grüner Wasserstoff so gefördert wird wie es gefördet wird, werden da die Wertschöpfungsschritte ja dranhängen.
00:16:56: also Grüner Stahl, die werden schneller zur Marktreife kommen und das hilft insgesamt bei der Decarbonisierung.
00:17:02: Und dritter Grund ist einfach, dass uns Wohlstand wegbricht wenn die anderen es hinkriegen bestimmte Schlüsselindustrie anzusiedeln.
00:17:12: Und an diesem Wohlstandsargument hängt auch das vierte Argument.
00:17:14: Das hat ein bisschen was damit zu tun mit der politischen Akzeptanz und den Arbeitsplätzen, über die wir eben geredet haben.
00:17:22: Wenn man sich anguckt, warum die Amerikaner das machen in den Inflation Reduction Act wie sie ihn machen?
00:17:28: Dann stellt man fest, dass er sehr viel auch mit Donald Trump zu tun hat.
00:17:31: Das wissen vielleicht nicht alle aber es gibt ja einen zentrales Element im Gesetz und
00:17:36: d.h.,
00:17:36: die subventionen, die vollen Subventionen kriegt man nur wenn man gute Jobs anbietet.
00:17:41: Das hat dann was damit zu tun, ob die gewerkschaftlich organisiert sind.
00:17:45: Ob da bestimmte Löhne gezahlt werden und ob bestimmte Ausbildungskriterien eingehalten werden.
00:17:51: Und dahinter steckt die Erfahrung dass in den USA bestimmte Regionen durch den Handel mit China eine anstiegere Arbeitslosigkeit und eine Deindustrialisierung gesehen haben diese regionen jetzt besonders stark Donald Trump zugeniegt sind und Donald Trump wählen.
00:18:10: Das ist natürlich etwas, wo man auch feststellen muss.
00:18:13: Dass es offensichtlich politische Kipppunkte gibt und wenn man die ignoriert dann ist die Gefahr dass ja man eben am Ende irgendeinen Klimaleugner einer Regierung hat der dann auch Transformation blockiert.
00:18:31: Ich muss uns hier ganz kurz erstens unterbrechen und zweitens sortieren.
00:18:34: wir sind jetzt nämlich unglaublich weltpolitisch Und das ist meistens komplex.
00:18:38: Wir haben irgendwann angefangen bei der Frage der Arbeitskräfte und wir waren jetzt in Deutschland dabei, dass wir merken es fallen Industrien weg auch durch die Energiewende zum Beispiel.
00:18:49: Das heißt, wir haben hier Menschen, die Arbeit haben, die dann keine mehr haben werden.
00:18:55: Und du hast gesagt, Sebastian, man muss sie zum Beispiel umschulen!
00:18:58: Ein zweites Thema ist das wir neue Industrien ansiedeln müssen und da haben wir diesen Exkurs gemacht Richtung ... Konflikt eigentlich und im Wettbewerb, das suche ich im Wetzbewerben mit der ganzen Welt.
00:19:13: Die auch gerne diese Zukunfts- technologien bei sich ansiedeln will.
00:19:16: aber wir müssen auch industriepolitisch vorgehen um eben zu sichern dass die Menschen die zum Beispiel aus der Kohle rauskommen jetzt dieser Arbeitskräfte, dass sie dann auch hier in neuen Industrien wieder Arbeit finden.
00:19:30: ist das vernünftig zusammengefasst?
00:19:32: Ja oder nein?
00:19:33: Ich finde das eigentlich gut zusammengefasst.
00:19:35: Alles gut, wenn ihr zufrieden seid fein dann würde ich gerne ans einmal weiter schieben.
00:19:39: Richtung des Themas in Niedriglohn Sektor.
00:19:43: Rasmus vielleicht kannst du einmal erst erklären was es genau eigentlich ist?
00:19:47: Mit Niedrich-Löhn-Sektor meint man eigentlich den Sektorenarbeit wo sehr wenig Geld verdient wird und ich glaube dass die aktuelle Grenze früher für die Niedriglohnbereiche in Deutschland bei ungefähr zwölf Euro fünfzig.
00:20:05: pro Stunde liegt.
00:20:05: und alle die drunter liegen sind ein Teil des Niedriglohnsektors.
00:20:09: Und wer drüber liegt, halt eben nicht.
00:20:14: Das was man glaube ich auf jeden Fall sagen kann ist dass der Niedrichlohn Sektor in Deutschland halt auch sehr groß ist und zwanzig beispielsweise allein neunzehnt Prozent aller Beschäftigten zum Niedrichtlohn-Sektor gehören.
00:20:29: und da passt dann eigentlich auch sehr viel dazu was Sebastian am Anfang ausgeführt hat in der Frage, wer davon eigentlich vor allem betroffen ist und was das auch mit unserer Gesellschaft macht.
00:20:41: Sebastian, wer sind denn die Menschen, die vor allem im Niedriglohnsektor arbeiten?
00:20:45: Ja, da sind ja schon ziemlich viele!
00:20:47: Was muss ich sagen, es ist fast ein Fünftel.
00:20:49: Fast jeder fünfte Beschäftigte an Deutschland hat da einen relativ großen Niedrichlohn-Sektor auch im Vergleich zu anderen Ländern.
00:20:56: Die Menschen, weiblich und meistens nicht wahnsinnig gut ausgebildet.
00:21:06: Und leben überwiegend im Osten Deutschlands, also wir haben auch im Westen Niedriglohnsektor, aber im Oosten Deutschlands ist der Niedrichlohn-Sektor nochmal ein Stück größer.
00:21:14: Haben wir Branchen oder Arbeitsgebiete die besonders stark durch den Niedrich Lohnsektor getrieben werden?
00:21:21: Auch das haben wir... Also Gastronomie ist natürlich ein typischer Bereich wo sehr viele im Niedriglohnsektor verdienen.
00:21:30: Das Wachgewerbe ist auch so ein Bereich, also das sind vor allem die Dienstleistungen – es gibt ein paar Dienstleistung wo das so ist.
00:21:37: Die Industrie hat's eigentlich eher weniger.
00:21:42: Die Idee mit der Ausweitung des Niedrichlohn-Sektors war ja mal dass wir einen Sprungbrett aus der Arbeitslosigkeit raus in Beschäftigung schaffen.
00:21:51: Jetzt haben wir nahezu Vollbeschäftigung aber halt immer noch einen großen Niedrichtlohnsektor.
00:21:56: Warum hat das alles nicht funktioniert?
00:21:58: Na ja, also die Gefahr an dem Niedriglohnsektor ist, dass man dort auch hängen bleibt.
00:22:03: Und das ist auch das was wir halt oft beobachtet haben des Menschen, die in den letzten Sektor eingestiegen sind und auch dort im Niedrichlohn-Sektor geblieben sind.
00:22:15: Die Politik hat jetzt ja auch probiert dagegen zu steuern.
00:22:18: Also der Niedrige Lohnsektor Also die Menschen im Niedriglohnsektor verdienen inzwischen besser als vor drei, vier, fünf oder zehn Jahren.
00:22:25: Das hat damit zu tun, dass wir einen gesetzlichen Mindestlohn eingeführt haben und das der auch jetzt relativ kräftig vor ja zwei tausendzweiundzwanzig auf zwölf Euro erhöht worden ist.
00:22:36: Und es hat alles dazu beigetragen, dass den Niedrichslohn-Sektor einerseits ein bisschen kleiner geworden ist und andererseits, dass die Menschen, die im niedriglosen Sektor sind eben auch ein bisschen besser verdienen.
00:22:46: Ansonsten hat es nicht so wahnsinnig viel Anstrengung gegeben, den Niedriglohnsektor tatsächlich zu schrumpfen muss man sagen.
00:22:54: Wie ist das denn wenn wir jetzt diese Inflation haben und aber ja die Löhne nicht genauso ansteigen können wie die Preise steigen?
00:23:04: Gibt's ja immer mehr Menschen, die sich durch ihr Gehalt am Ende ihr Leben nicht mehr so richtig oder nur sehr knapp leisten können.
00:23:09: Weitet das den niedriglohnsektor definiturisch auch aus?
00:23:13: Das ist etwas komplizierter.
00:23:14: Der Niedriglohnsektor ist definiert als ein Anteil an dem mittleren Einkommen und ob sich die Leute jetzt weniger leisten können, das hat eher damit zu tun wie sich die Kaufkraft entwickelt.
00:23:29: also wenn alle Leute jetzt sich fünf Prozent weniger kaufen können dann bleibt noch Definition der Niedrichlohn-Sektor gleich groß weil es halt eine relative Verschiebung ist.
00:23:42: Du hast den Mindestlohn schon angesprochen.
00:23:45: Ich könnte mir vorstellen, dass du Forderungen teilst, das dir wahrscheinlich auch noch weiter angehoben werden müsste... Wie ist da deine Einschätzung zu dem aktuellen Niveau des Mindestlohns?
00:23:58: Was müsste aus deiner Perspektive passieren, sind wir jetzt auf einem Niveaux was einigermaßen okay ist oder müsste man da eigentlich nicht noch weitere Schritte gehen.
00:24:06: Also wir haben ja heute an dem Aufnahmetag die Empfehlung der Mindestrundkommission in Deutschland gehabt und dort haben sich die Arbeitgeber durchgesetzt und nur eine ganz minimale Erhöhung des Mindestslohnes beschlossen gegen die Stimmen der Gewerkschaftsvertreter Und das ist aus meiner Sicht nicht ausreichend.
00:24:25: Der Mindestlohn verliert jetzt am Kaufkraft und das ist ein Problem, also jetzt nicht weil der Sektor dadurch größer wird der niedrige Unsektor, sondern weil die Menschen hier drinnen sitzen an Kaufkraft verlieren.
00:24:36: Insbesondere die Geringverdienerin sind eigentlich stärker von Inflation betroffen als andere Menschen, weil sie eben mehr für Energiehauses, Energie- und Nahrungsmittel ausgeben, die vor allem teurer geworden sind.
00:24:49: Und da hätte man jetzt zumindest schon stärker anpassen müssen, um dem entgegenzuwirken.
00:24:53: Was heißt stärker?
00:24:55: Was wäre so eine Forderung die du unterstützt?
00:24:58: Also ich würde keine Zahl hier reinwerfen.
00:25:00: Ich sitze nicht in der Mindestlohnkommission aber man hätte besser in Richtung von dreizehn Euro, dreizehn Euro fünfzig gehen müssen.
00:25:06: Was sind denn andere Punkte, wo du sagst?
00:25:09: Gerade mit Blick auf den Arbeitsmarkt.
00:25:12: Aber auch die gesellschaftliche ökonomische Unsicherheit in unserer Gesellschaft, die dringend nötig werden.
00:25:17: Du hast vorhin schon sehr viel zum Thema Inflation Reduction Act genannt.
00:25:21: Ist das so etwas, was du sagest?
00:25:23: So ein Investitionsprogramm braucht es auch für Deutschland oder für Europa solche Kriterien beispielsweise zu guter Arbeit.
00:25:29: Braucht es auch Für Deutschland oder brauche ist auch für Europa.
00:25:32: oder was wir in Ansätze wo du sagt Neben dem Mindestlohn, das wird dringend nötig.
00:25:38: Also wir haben ja ein ganz großes Problem was öffentliche Infrastruktur angeht.
00:25:41: Was auch Bildung angeht und so weiter.
00:25:44: Und da muss einerseits mehr Geld reingesteckt werden zum anderen muss da auch in der Organisation gearbeitet werden dass öffentliche Güter wieder besser bereitgestellt werden in besserer Qualität und schneller für die Menschen.
00:25:57: Das betrifft auch vor allem die ärmeren Menschen, denn wer sehr reich ist kann sich gut freikaufen.
00:26:03: Der kann diese Dienste sich oft privat zukaufen also Kinder auf die Privatschule schicken.
00:26:09: das können die Geringverdienerinnen gering verdienen nicht und darum muss man hier dringend was machen.
00:26:14: Die andere Sache ist halt dass man schon massiv in die Transformation investieren muss als ein Energienetze oder erneuerbare Energien.
00:26:24: Nur wenn das uns schnell gelingt, kann man wohlstandssichern und unsere Wirtschaft dekarbonisieren.
00:26:29: Und da fehlt einfach auch noch ziemlich viel.
00:26:33: Asmos was deine Perspektive da drauf?
00:26:36: Also du hast ja diesen Akt die ganze Zeit selber angesprochen.
00:26:40: Was wünschst du dir?
00:26:41: also ich teile viel von dem was Sebastian gesagt hat.
00:26:45: Ich glaube tatsächlich dass wir gerade auf europäischer Ebene weil wir reden ja am Ende auch davon diese Transformation zur Klimaneutralität auf europäischer Ebene zu organisieren, dass wir dort tatsächlich einen Investitionsprogramm.
00:26:58: brauchen, was vielleicht nicht genauso ausgestaltet ist wie das in den USA.
00:27:02: Aber was in der größten Ordnung auf alle Fälle vergleichbar ist und gerade auch die Verbindung herzustellen zwischen Investitionen in öffentliche europäische klimagerechte Infrastruktur auf der einen Seite und aber auch Kriterien für gute Arbeit um überhaupt gefördert zu werden.
00:27:19: Das gefällt mir sehr gut an dem was Joe Biden in den USA grade macht und da glaube ich können wir uns eine Scheibe von
00:27:25: abschneiden.
00:27:26: Sebastian, vielen Dank, dass du da warst.
00:27:28: Vielen Dank für das
00:27:28: Gespräch!
00:27:29: Ja herzlichen Dank für die Einladung und für die nette Moderation.
00:27:34: Okay, das war das Gesprächen mit Sebastian Da war ganz schön viel drin.
00:27:40: Also auch im Arbeitsmarkt haben wir wieder das Thema Das alles unglaublich komplex zusammenhängt.
00:27:45: Ich will gleich wissen, was du konkret aus der Folge gelernt hast.
00:27:48: Aber ich meine, du beschäftigst dich ja beruflich mit diesen ganzen Dingen.
00:27:52: Nimmst du in diesen Gesprächen noch mal wirklich neue Sachen mit oder weißt du die meisten Dinge schon?
00:27:58: Weil du sowieso beruflig die ganze Zeit damit beschäftigt bist diese ganzen Infos zu vernetzen.
00:28:02: Also das schärft auf jeden Fall noch die eigene Perspektive sehr stark weil man natürlich so viele Sachen im Kopf hat und vielleicht auch schon mal Sachen gehört hat... Und ich habe mich mit Sebastian ja auch schon vorher mal unterhalten und auch mit vielen anderen, die sich in den Feldern bewegen.
00:28:19: Aber man kriegt nochmal einen geschärften Blick und das ist gerade wenn man irgendwie den ganzen Tag von Nachrichtenlage zu Nachrichtenlager hetzt dann einfach noch einmal gut.
00:28:28: Gerade jetzt würde ich sagen, hab' ich auch noch ein paar Sachen neu gelernt oder auf jeden Fall nochmal den Blick für Geschärft
00:28:34: bekommen.".
00:28:34: Dann machen wir dir doch die Bühne auf, erzähle uns was du gelernt hast!
00:28:38: Naja, zum einen das wir vielleicht auch eine ganze Reihe von naheliegenden Lösungen... auf den Fachkräftemangel um uns herum haben, zum Beispiel indem man sich Beschäftigungsverhältnisse noch mal anguckt und dass es nicht nur gut ist für Menschen die dann mehr verdienen oder einen besseren Arbeitsplatz haben sondern das uns auch konkret aber löst unsere große gesellschaftliche Aufgabe genug Arbeitskraft halt eben auch zu motivieren.
00:29:04: Dann hat eben auch für uns alle gut ist und nicht nur für die Menschen, die dann konkret von einem besseren auch.
00:29:13: etwas, was man eigentlich immer schon mal gelesen hat ist die geringe Erwerbsquote bei Frauen.
00:29:19: Und das werden wir beispielsweise viel einfacher machen – auch Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren, dass dann auch den Effekt hat Ja, mehr Frauen deutlich stärker auch auf den Arbeitsmarkt gehen können.
00:29:33: Denn nun ist es leider zurzeit noch so dass wir in einer Gesellschaft leben wo sich vor allem Frauen um die Kinder kümmern – auch wenn wir uns da sicherlich etwas anderes wünschen würden.
00:29:43: und genau das ist ja eigentlich auch die Überleitung zu unserem nächsten Thema denn nächste Woche werden wir über die Frage von Frauen von feministischer Ökonomie, von Genderfragen auch in Bezug auf Finanz- und Wirtschaftspolitik nochmal insbesondere reden.
00:30:00: Und darüber werden wir reden mit unserem Gast Professor Miriam Rehm.
00:30:05: Sie beschäftigt sich an der Uni Duisburg mit empirischer Ungleichheitsforschung.
00:30:09: Bei den Vermögen haben wir eine Riesenungleichheit
00:30:12: innerhalb der Bevölkerung und auch noch zwischen den Geschlechterten.
00:30:15: Das heißt, Männer haben
00:30:16: höhere
00:30:16: Vermögen und das wird finanzpolitisch vor allem steuerpolitisch noch einmal befeuert über die Art wie unser System funktioniert.
00:30:24: Und wenn euch Money Matters gefällt?
00:30:26: Wenn ihr diese Folge gefeiert habt dann lasst uns eine Bewertung da.
00:30:30: wir freuen uns über fünf Sterne abonniert den Podcast um keine weiteren Folgen zu verpassen und empfehlt Ihnen auf jeden Fall euren Freundinnen weiter.
00:30:38: ich freue mich aber auch von euch zu lesen und zu hören.
00:30:40: wenn ihr Fragen habt oder Themen wünsche dann schreibt mir sehr gerne entweder bei Instagram oder Twitter.
00:30:45: Die Links findet ihr in den Schoen
00:30:59: aus.
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