Olympia in Deutschland, Sicherheit im Fußball und Dänemarks progressive Antwort auf den Rechtsruck

Shownotes

Olympia in Deutschland, Sicherheit im Fußball und Dänemarks progressive Antwort auf den Rechtsruck
Hamburg hat Nein gesagt: Die Stadt will sich nicht für Olympische und Paralympische Spiele bewerben. Doch die Debatte ist damit längst nicht beendet. Während Berlin, München und die Rhein-Ruhr-Region weiter im Rennen sind, zeigt das Hamburger Referendum, wie tief die Skepsis gegenüber sportlichen Großveranstaltungen sitzt: zu teuer, zu aufwändig, zu weit weg von den echten Problemen vieler Menschen.
In dieser Folge fragen wir uns: Bringt Olympia einer Gastgeberstadt wirklich etwas, oder profitieren am Ende vor allem diejenigen, die ohnehin schon gut dastehen? Es geht um Versprechen von Nachhaltigkeit, Investitionen und internationaler Sichtbarkeit, aber auch um Kosten, Mieten, Akzeptanz und die Frage, welche Prioritäten Politik setzen sollte.

Außerdem blicken wir auf die Debatte um Sicherheit im Fußball. Wenn die Innenminister*innen der Länder über personalisierte Tickets, KI-gestützte Überwachung und ausgeweitete Stadionverbote sprechen, geht es nicht nur um die Stadien. Rasmus als Fußballfan und Anna-Lena als Skeptikerin diskutieren, ob härtere Maßnahmen tatsächlich mehr Sicherheit schaffen, oder ob Fußballfans zum ersten Testbild für eine Überwachungspolitik werden, die später auch andere öffentliche Räume betrifft.

Außerdem: Eine neue Regierung in Dänemark. Während in vielen europäischen Ländern der Rechtsruck dominiert, zeigt die neue progressive Mitte-Links-Regierung unter Mette Frederiksen, dass auch eine andere politische Erzählung möglich ist. Geplant sind unter anderem Entlastungen, stärkerer Klimaschutz, ein Ausbau sozialer Leistungen und mehr Unterstützung für junge Menschen. Dänemark macht damit vor, dass Klimapolitik, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Vernunft kein Widerspruch sein müssen.
Am Ende bleibt eine zentrale Frage: Wie kann progressive Politik wieder Zuversicht schaffen ohne Probleme kleinzureden und ohne den Konservativen das Feld zu überlassen?

Abonniert den Podcast in eurer App und lasst uns eine Bewertung da, damit wir weiterhin die Themen besprechen können, die wirklich zählen!

Wir freuen uns über eine Bewertung und euer Feedback. Ihr erreicht uns über:
INSTAGRAM @gruenrasmus
YOUTUBE @RasmusAndresen
MAIL podcast@rasmus-andresen.eu
www.rasmus-andresen.eu

Money Matters ist ein Podcast von und mit Rasmus Andresen, Abgeordneter der Grünen im Europaparlament. Eine neue Folge erscheint jeden Montag alle zwei Wochen.
Moderation: Anna-Lena Kümpel und Rasmus Andresen
Produktion: BosePark
www.bosepark.com

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zu Money Matters.

00:00:02: Ganz schön, dass ihr wieder dabei seid!

00:00:05: Mein Name ist Annalena Kümpel.

00:00:06: ich bin Moderatorin und ich bin normalpolitisch interessiert genug um diesen Podcast auf einem Standard zu halten in dem auch nicht Politik nur als gut zuhören können.

00:00:15: mit mir

00:00:16: ist mein wahnsinnig toller podcastkürliche Rasmus Andresen.

00:00:20: Hallo.

00:00:20: Ich bin dann für das Gegenteil zuständig, oder?

00:00:22: Alles komplizierte Waschenkeits nötig!

00:00:25: Du bist

00:00:25: immerhin Berufspolitiker

00:00:26: also... Damit sagst du dasselbe wie ich nur in anderen Worten.

00:00:33: Ja genau weil du es nicht sagst Rasmus sitzt jetzt seit wieviel Jahren im Europaparlament?

00:00:39: Seit zwei tausend

00:00:41: neunzehn.

00:00:41: Seit zweitausendneunzehnt auch schon eine Weile, ne?

00:00:44: Der ist wohl so ja

00:00:46: mit deiner zweiten Legislatur.

00:00:48: Wir müssen da irgendwann demnächst mal darüber sprechen, wie es eigentlich ist Europa Abgeordnete sein?

00:00:53: Ich finde das super spannend und ich bin mir ja sehr sicher dass die Menschen, die uns zuhören, das auch total spannend sind weil ja voll wenig Menschen auf der Welt diesen Beruf haben oder jemals ausgeübt haben.

00:01:03: Da kann man ja nicht so gut reingucken.

00:01:06: Das können wir super gerne machen.

00:01:08: Ja, machen wir aber nicht heute!

00:01:10: Wir haben heute andere Themen.

00:01:12: Wir starten mit Hamburg.

00:01:14: Hamburg hat Nein gesagt zu Olympia!

00:01:20: Hast du deine Meinung zu?

00:01:23: Ja, keine klare ehrlich gesagt.

00:01:25: also ich bin da so ein bisschen viel gespalten was das Thema angeht.

00:01:28: auf der einen Seite glaube ich dass so große Sport-Events auch super interessant sein können und auch eine Stadt oder in einer Region so ein Boost geben können in der Frage der Entwicklung Weil Infrastruktur entsteht, weil man vielleicht auch noch mal bereit ist ein bisschen mehr Geld an der einen oder anderen Stelle zu investieren in Sport.

00:01:50: Oder auch in den ÖPNV.

00:01:52: Mir gibt es sicherlich vom Bund sollte eine erfolgreiche Bewerbung werden und tatsächlich dann auch die olympischen Spiele in der Region kommen.

00:02:04: gleichzeitig geht das natürlich nicht gegen den Willen der Bevölkerung.

00:02:12: Da, glaube ich kann man schon auch feststellen dass es sehr viele relevante Kritikpunkte gibt sowohl an der Art und Weise wie olympische Spiele organisiert werden in was für Strukturen sie organisiert wird.

00:02:28: Und auch dann in der Frage ob das jetzt das drängendste Problem für eine Stadt wie Hamburg ist oder nicht?

00:02:40: Ja, der Profisport und dann halt eben in dem Fall die Olympischen Spiele gerade so ein bisschen auch drohen.

00:02:46: Die Akzeptanz an weiten Teilen der Bevölkerung zu verlieren oder zumindest man als Bevölkerung nicht das Gefühl hat dass die Olympische Spiele der Stadt einen Boost geben sondern man das eher als eine zusätzliche Belastung zu vielen anderen Belastungen dann nimmt und ja interpretiert.

00:03:06: von daher kann ich sehr gut verstehen dass viele Menschen dem nicht zugestimmt haben, auch wenn ich nicht wüsste wie ich abgestimmt hätte.

00:03:14: Wenn ich jetzt in Hamburg leben würde und waiberechtigt wäre?

00:03:21: Ja okay das ist ja auch immer noch mal... Eine spannende Frage, was bringen eigentlich die olympischen Spiele für eine Region in der sie stattfinden?

00:03:32: Ich meine das große Argument ist ja immer naja da kommen ganz viele Tourismus und ganz viel Wirtschaftskraft.

00:03:38: Und wir bauen ganz viel Infrastruktur auf usw.

00:03:41: An manchen Stellen stimmt es ja.

00:03:42: also es gibt ja schon Infrastruktur die geschaffen wurde rund um olympische Spiele die dann im Anschluss weiterverwertet wird, wenn wir nach Paris gucken.

00:03:51: Ich glaube nicht, dass die Sälen wieder so sauber wäre, wenn man da nicht unbedingt in Triathlon drin hätte schwimmen wollen.

00:03:58: Sondern das hätte einfach noch deutlich länger gedauert.

00:04:00: also ich glaub es kann Sachen anschieben.

00:04:04: aber ebenfalls aus Paris weiß man wenn man dort mit Menschen spricht, die dort Restaurants haben Betriebe haben und sich eigentlich auf diesen Tourismus eingestellt haben.

00:04:14: Die haben gesagt naja eigentlich war während der olympischen Spiele weniger los Als sonst, obwohl die Stadt brechend voll war.

00:04:23: Das heißt wirtschaftlich scheint es zumindest jetzt wenn man so diesen kleinen Teil der Evidenz sich anguckt weniger zu bringen als das immer so erzählt wird.

00:04:36: Vor allem in Regionen oder Städten, die schon eine gewisse Attraktivität haben und die auch so besucht werden sag ich mal ja?

00:04:45: Ich meine es mag für ne Stadt wie Gelsenkirchen Das Ruhrgebiet hat sich für die Olympischen Spiele ausgesprochen oder für eine Bewerbung anders sein als für eine Stadt wie Hamburg oder Berlin.

00:05:03: glaube ich, dass wenn es positive ökonomische Effekte gibt das die vor allem aus der kurzfristig sind und man langfristig sich das dann wieder auf ein anderes Pendel irgendwie einstellt.

00:05:17: Und dann kommt noch hinzu, dass es zu mir in Hamburg eine große Diskussion auch gegeben hat welchen Effekt das zum Beispiel hat für die Menschen, die in der Stadt leben.

00:05:28: Da machen sich viele dann auch Sorgen, dass die Stadt irgendwie vielleicht zu voll wird.

00:05:32: Dass die Infrastruktur dafür nicht geeignet ist und man als Anwohner vor allem sehr viele Nachteile hat.

00:05:42: Es gibt eine ganze Reihe von Untersuchungen und Studien, die sagen, dass sie Mieten dadurch weitersteigen würden in einer Stadt, die schon ein sehr hohes Mietniveau hat.

00:05:50: Das hat sicherlich auch bei vielen gerade mit weniger Einkommen dazu geführt, dass sie ein bisschen Angst davor gehabt haben, welchen Effekt die olympischen Spiele dann auf ihr eigenes Leben haben gerade in so einer Zeit wo sowieso alles gerade teurer wird.

00:06:03: Und aus meiner Sicht hat die Hamburger Wirtschaft, die auf Biegen und Brechen eine Olympia Bewerbung durchsetzen wollten und auch die Politik im Rathaus nicht hinbekommen gut genug zu erklären warum die olympischen Spiele auch für viele Menschen mit normalen Einkommen oder niedrigen Einkommen, auch interessant sein könnten.

00:06:30: Oder ein Vorteil sein könnten und für ihr Leben gut sein könnten.

00:06:33: Die Leute sind ja nicht dumm Sondern sie haben.

00:06:36: mit solchen Abstimmungen Setzen Sie dann auch Signale Und geben Sie dann der Politik auf den Weg Dass es vielleicht gerade andere Sachen gibt die für ihr Leben relevanter sind, als dass man ein großes neues Fußballstadion baut.

00:06:50: Für einen aber ein Fußballverein hier oder man andere Sachen macht, die im Rahmen dieser olympischen Spiele dann halt eben irgendwie gebaut werden müssen.

00:07:01: Da ist es jedenfalls aus meiner Sicht Teil dieser Abstimmung auch gewesen, dass man der Politik mit auf den Weg geben wollte.

00:07:08: wir haben gerade Probleme die größer sind und Verstehen nicht, warum jetzt plötzlich dafür ganz viel Geld da ist.

00:07:18: Ich glaube die Olympiakampagne hat und sollte zehn Millionen Euro kosten.

00:07:24: Das ist ja Wahnsinn!

00:07:24: Wenn man durch Hamburg läuft... Man wird irgendwie zugeballert mit irgendwelchen Pro-Olympia-Kampagnen mit Plakaten.

00:07:32: Das kann ich mir schon vorstellen dass das bei Leuten eher so ein negatives Gefühl ausgelöst hat, dass man irgendwie gedacht hat wir haben gerade so viele Probleme Und irgendwie passiert zu wenig.

00:07:45: Dafür soll dann jetzt aber irgendwie Geld da sein, das fanden glaube ich viele nicht gut und deswegen hat es sicherlich auch dazu beigetragen dass die Ablehnung der Bewerbung auch noch größer ist als vor knapp zehn Jahren, als Hamburg schon mal abgestimmt hatte.

00:08:04: Jetzt ist Hamburg halt raus, jetzt gibt's noch ein paar andere Städte in Deutschland, die ja ihr Glück probieren.

00:08:10: Aber es ist ein umstrittendes Thema.

00:08:12: und dann kommt glaube ich noch hinzu, dass man sowieso das Gefühl hat, dass diese ganzen Strukturen wie sich so große Sportorganisationen präsentieren.

00:08:21: Nichts mit dem eigenen Leben und nichts mit der eigenen Wahrnehmung auch von Sport zu tun haben.

00:08:26: Hamburg ist einer der Städte wo die meisten Leute in den Sportvereinen sind und sehr aktiv sich auch im Sport bewegen.

00:08:32: Sowohl selbst sportlich betätigen aber halt eben auch sich ehrenamtlich engagieren wenn man sich da mal die Zahlen anguckt.

00:08:39: Gleichzeitig scheint diese Leidenschaft für den ehrenamtlich organisierten Sport dann aber nicht den Effekt zu haben, dass man sagt wir brauchen jetzt unbedingt so ein großes Event und das hat glaube ich auch viel damit zu tun.

00:08:51: Dass man auch noch ein bisschen das Gefühl hat, dass diese Strukturen mit dieser krassen Kommerzialisierung die man jetzt im Fußball am meisten sieht, dabei die man auch auf den olympischen Sportbund in Teilen übertragen kann, dass es nichts ist was man irgendwie Ja, miteinander in Verbindungen sieht.

00:09:08: Und das ist dann sicherlich auch noch mal eine Niederlage nicht nur für die lokale Politik sondern auch für die Frage wie man solche Sportveranstaltungen organisiert und wie diese Verbände organisiert sind mit all den Problemen, mit all diesen Milliarden an Geldern, die damit zusammenhängen.

00:09:26: Ja ich mein also nach einer Sache die du angesprochen hast es dieses Thema.

00:09:29: wir haben ja irgendwie größere Probleme und das war was ich schon auch wahrnehme.

00:09:34: Nicht nur in Hamburg, sondern auch bei mir ist ja Köln ganz in der Nähe und Kölner hat sich ja zusammen mit dem Ruhrgebiet quasi so als Rhein-Ruherschiene beworben.

00:09:43: Was ich auch irgendwie eine interessante Idee finde für die Olympischen Spiele unten München ist ja noch im Rennen Und dieses naja wir haben gerade aber eigentlich andere Sachen zu tun Ist ja schon überall ein Argument.

00:09:57: Ich frag mich immer ob es wirklich eins ist, weil wir machen ja immer große Sachen wo man sagt naja wir hätten auch andere Dinge zu tun.

00:10:05: Keine Ahnung dieses Jahr ist wieder FußballwM und in den USA sind natürlich eigentlich andere Dinge zutun als irgendwelche Großveranstaltungen auszurichten aber die haben trotzdem irgendwie eine Art von Berechtigung.

00:10:21: Hättest du denn ein bisschen Lust auf Olympia in Deutschland?

00:10:24: Also so ganz unpolitisch rein emotional

00:10:30: Das kommt ein bisschen darauf an, wie man das organisiert tatsächlich.

00:10:35: Ich glaube aber dass die entscheidende Frage ist ob das ein Thema ist was eine Region irgendwie nach vorne bringt oder ob man das Gefühl hat es eher Probleme verschärft oder nicht.

00:10:49: und da glaube ich gibt es dann auch ein bisschen unterschiedliche Interpretationen.

00:10:54: Du hast das angesprochen.

00:10:56: sowohl in Köln wie im Ruhrgebiet, aber auch in München hat ja eine Mehrheit der Bevölkerung sich für Olympia ausgesprochen.

00:11:03: Für die Olympianbewerbung ausgesprach und Hamburg jetzt eine Mehrheitsgegen.

00:11:07: In Berlin wird nicht mal abgestimmt weil der Senat Angst davor hat dass dann Berlin sowieso eine Mehrhätigkeit gegen Olympia ausspricht.

00:11:13: Das heißt es gibt sicherlich auch immer lokale Elemente zum Beispiel das Ruhr-Gebiet das vielleicht stärker als eine Chance wahrnimmt.

00:11:20: Und anders als jetzt Hamburg zum Beispiel, in München hat man glaube ich die richtigen Lehren oder viele Lehrenden aus schon mal einem scheiterten Referendum vor einigen Jahren gezogen und das hat man hier vielleicht ein bisschen weniger gemacht.

00:11:37: Aber überall ist es offenkundig kein Thema was die Bevölkerung zusammenbringt, was Sport ja sein sollte sondern spaltet weil auch im Ruhrgebiet Da vielleicht mal wenigsten, aber auch in Köln zum Beispiel oder in München gibt es eine Reihe von Leuten die dagegen gestimmt haben.

00:11:54: Und das waren immer irgendwas so zwischen Mitte-fünfzig und Mitte-vierzig Prozent.

00:11:59: So dann ging's mal in die ein oder andere Richtung aus.

00:12:02: Das ist sehr interessant weil das hier eigentlich das was solche Sportevents nicht sein sollten und das sagt glaube ich sehr viel darüber aus wie unsere Gesellschaft gerade drauf ist.

00:12:16: Da hast du sicherlich einen Punkt.

00:12:21: Und daran muss man glaube ich arbeiten, ganz unabhängig davon ob jetzt ein paar Prozent mehr der Schüler dagegen gewesen sind.

00:12:29: das ist ein Thema was scheinbar spaltet und wo zumindest Menschen in den größeren Städten sagen wir sehen nicht dass es für unser Leben Vorteil hat wenn da ein Großliven stattfindet und das muss man glaub ich ernst nehmen.

00:12:46: Ja, ich glaube da ändert sich auch die Einstellung.

00:12:47: Also ich weiß schon dass das früher... und es ist gar nicht so lange her also da reicht's.

00:12:52: wenn man so fünfzehn Jahre irgendwie in die Vergangenheit geht zu der Fußball-Weltmeisterschaft, die hier stattgefunden ist von zwanzig Jahren her fällt mir gerade auf Gottes Willen Die Stadt gefunden hat in Deutschland wo man ja eher ein bisschen stolz darauf war dieses Groß-Event ausrichten zu dürfen.

00:13:10: Also jetzt war ich vielleicht zu jung damals, um so kritische Stimmen wahrzunehmen.

00:13:14: Aber auch wenn ich so zurückschaue habe nicht das Gefühl dass die Kritik so groß war oder so höher war weil einfach auch die Begeisterung so groß waren.

00:13:22: und Ich glaube selbst wenn wir Olympia jetzt hier nach Deutschland holen können egal in welcher Stadt egal ob es in München stattfindet oder hier bei mir in der Rhein-Ruschine.

00:13:32: Ich glaube dass diese reine begeisterungswelle so nicht mehr da sein wird.

00:13:36: Ich glaube, es ist im Moment gerade in dieser ganzen Gesamtlage wie auch die Menschen gerade drauf sind und wie die Welt so drauf ist viel schwieriger wird das zu genießen und toll zu finden weil es mittlerweile immer begleitet auf jeden Fall auch berechtigtem Protest.

00:13:54: Und von Menschen, die laut sind und sagen hey guck mal was wir hier machen!

00:13:58: Wir können jetzt hier plötzlich Geld rausblasen aber wir kriegen keine Kindergrundsicherung hin.

00:14:01: und das, dass, dass... Also uns ist diese Gerechtigkeit mittlerweile so wichtig und viele Menschen sind da so achtsam, dass dieses kritiklose Genießen von Groß-Events in nächster Zeit in Deutschland nicht mehr stattfinden wird.

00:14:21: Sicherlich hilft auch nicht so ein Diskurs, den wir halt jetzt um so Sachen mit die Fußball-WM haben und so.

00:14:28: Die jetzt ja Weltstadt findet jetzt vielleicht durch den Austragungsort den USA und auch die Aktivitäten der FIFA Jetzt auch nicht gerade einen Hype auslöst.

00:14:41: Das spielt er sicherlich noch zusätzlich mit rein.

00:14:44: Ich glaube halt aber auf der anderen Seite auch Und deswegen habe ich auch gesagt hat da so ein bisschen gemischte Gefühle, dass wir eine Situation haben wo man sich jetzt Gedanken machen muss über Ereignisse die frühestens in zehn Jahren stattfinden.

00:15:00: Ja.

00:15:01: Wahrscheinlich sogar eher in vierzehn Jahren oder so oder nachziehen und das macht natürlich auch ein bisschen schwieriger zu beurteilen.

00:15:09: also in München ich habe das gerade noch mal nachgeschlagen waren es sogar auch deutlich über sechzig Prozent Zustimmung.

00:15:15: das stimmte das dann auch gar nicht was ich grad gesagt hab.

00:15:19: Aber ich will gar nicht ausschließen, dass zu dem Zeitpunkt dann auch wieder eine andere Stimmung entstehen kann.

00:15:27: In meiner Erinnerung nach ist das mit der FußballWM so gewesen, dass es zwar im Vorfeld jetzt nicht so krass auseinandersatz und Proteste gegeben hat hat und stritten war.

00:15:37: Aber so ein richtiger Hype ist dann auch erst im Laufe des Jahres entstanden, das kann natürlich trotzdem kommen und da sind dann auch die Deutschen oder viele Menschen hier am Ende des Tages auch Sport begeistert und so.

00:15:51: was will ich gar nicht ausschließen wenn das gut gemacht wird und gut umgesetzt wird.

00:15:56: aber sicherlich gibt es ja nochmal unterschiedliche Perspektive von Menschen die weiß ich nicht neben dem Stadion wohnen Und dann auch natürlich mit den negativen Belastungen zu tun haben, als Leute die insgesamt in Deutschland sich daran erfreuen und da vielleicht mal hinfahren oder sich das im Fernsehen angucken.

00:16:14: Da gibt es sicherlich auch noch ein bisschen unterschiedliche Perspektiven auf solche Fragen.

00:16:19: aber von heute her gedacht ja... Das ist zum Beispiel auch so gewesen, dass bei der Abstimmung Hamburg vor allem in den Stadtteilen finanziell besser geht, also die Menschen besser geht.

00:16:33: Die höhere Einkommen haben, dass das die sind wo mehr Leute für Olympia gestimmt haben.

00:16:39: Gab in den meisten Stadtteilen eine Ablehnung aber dort wo es keine gab, das sind dann so eher die Wohlhaben darin Ecken.

00:16:47: Die

00:16:48: blanken Nässe, dass du mehr Olympia?

00:16:50: Das ist ja auch interessant.

00:16:51: Ja oder eine Hafencity oder so.

00:16:54: Also deswegen... ist das schon interessant auf jeden Fall zu beobachten.

00:17:01: Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

00:17:03: Persönlich hätte ich ein bisschen Bock aber das ist ja nur eine persönliche Meinung und meine politischen Meinungen sieht da anders aus.

00:17:09: wir können eh nur abwarten... Das Rohgebiet

00:17:11: hat sich auch dafür geschrieben und daher ist die Wahrscheinlichkeit dass uns ins Rheinland oder ins ins Rohgebieten geht oder dass die deutsche Bewerbung Da aus dem Rheinland in dem Ruhrgebiet besteht ja auch größer geworden, auf jeden Fall jetzt wo Hamburg komplett draußen ist und Berlin würde ich sagen faktisch auch.

00:17:31: Moral less.

00:17:32: deswegen gibt es da eigentlich nur noch München und euch.

00:17:38: Schauen wir mal.

00:17:38: aber München ist natürlich auch starke Konkurrenz.

00:17:40: die haben das vor allem schon einmal gemacht.

00:17:42: also München is so infrastrukturell gut aufgestellt, wobei ich glaube gerade die Region hier in NRW passiert wirklich viel.

00:17:49: Schon seit Jahren sind wir am Aufbauen und Umbauen.

00:17:52: es werden Bahnstrecken ausgebaut neu gebaut saniert also das passiert sowieso schon.

00:17:57: Ich kann mir vorstellen dass so eine Deadline für diese Region hier auch ein ganz guter Push sein könnte um solche Projekte tatsächlich anzugehen.

00:18:07: aber wie gesagt müssen wir abwarten Wir gucken einfach mal Was passiert?

00:18:11: Wir sprechen hier wahrscheinlich allerspätestens wieder drüber, wenn es da neue Ergebnisse gibt.

00:18:16: Also wenn wir wissen kommt dann Olympia tatsächlich nach Deutschland.

00:18:18: wo kommt's hin?

00:18:20: Es muss ja eine Entscheidung geben wer die deutsche Bewerberstadt wird oder Region wird und dann sozusagen wäre der nächste Schritt zu schauen ob sich diese Bewerbersstadt gegen internationale Konkurrenz durchsetzen kann.

00:18:34: Und sicherlich hat München ein paar Vorteile auch vom Namen auf der anderen Seite.

00:18:39: würdig schon aussehen das wahrscheinlich für so Entwicklung.

00:18:44: Regionale Entwicklungen ist.

00:18:45: charmanter wäre, wenn sich das Ruhrgebiet bewerben würde.

00:18:50: Rheinland-Ruhrgebieten um halt eben genau das machen was du gerade sagst und es ist ja eine spannende Region und so eine Region miteinander zu verbinden die auch eine sehr sportinteressante Region ist in vielerlei Hinsicht dass das sicherlich also ist ne spannende Bewerbung auf jeden Fall ganz unabhängig davon, sozusagen ob das jetzt was wert oder nicht.

00:19:14: Aber die Bevölkerung scheint ja auch in Teilen zumindest der Authente zu stehen von daher gut lag.

00:19:24: Ja vielen Dank!

00:19:25: Lass uns ins nächste Thema springen.

00:19:26: wir bleiben ein bisschen.

00:19:28: im Sport-Podcast Money Matters sind wir heute an dem Licht.

00:19:33: vom siebzehnten bis zum neunzehnden Juni treffen sich die deutschen Innenminister.

00:19:40: Ich weiß nicht, ob wir Innenministerinnen haben gerade auswendig.

00:19:43: Doch!

00:19:44: Und ... Haben wir?

00:19:45: Sehr gut.

00:19:46: Ja.

00:19:47: Sehr gut, perfekt.

00:19:48: Es geht unter anderem um das Thema Sicherheit im Fußball.

00:19:55: Da kennst du dich als Politiker aber auch als Fußballfan.

00:20:00: fuhren hat mehr besser aus als ich.

00:20:02: Was wird da besprochen?

00:20:09: Es gibt seit mehreren Jahren einen ziemlich großen Konflikt zwischen den Innenministern, vielen Innenministerinnen und dem organisierten Fußball vor allem der Fanszene.

00:20:22: aber auch viele Vereine haben sich da der Meinung ihrer Fans angeschlossen.

00:20:27: Hintergrund dafür ist die Diskussion ob wir Sicherheitsverschärfungen brauchen in und um Fußballstadien oder eben nicht.

00:20:34: Kurz vielleicht zu den Fakten.

00:20:36: Seit Jahren sind die Zahlen an Straftaten, an Gewalt rund um Fußballstadien oder Spielen trotz deutlich steigender Zuschauerzahl in den oberen Liegeln ja rückläufig.

00:20:51: Das spricht aus der Sicht von Fans vielen Fan-Organisation und Vereinen dafür dass die Ansätze die man im Umgang damit in letzten Jahren gefahren hat eigentlich ganz gut funktionieren.

00:21:05: Also es gibt überall bei den Bundesliga-Vereinen organisierte Fan-Hilfe-Strukturen, es gibt Sozialarbeiter in die Vereinsumfällen mit Fans arbeiten – das ist eine Auflage auch, dass sie an allen Bundesligastandorten auch finanziert werden müssen durch die Fußballstrukturen.

00:21:29: Und man hat eigentlich eine ganz gute Erfahrung gemacht mit dezentralen Strukturen, die irgendwie nahe an den Betroffenen sind.

00:21:39: Trotzdem gibt es bei den Innenministerinnen einige, die seit vielen Jahren immer wieder probieren Sicherheitsverschärfung rund um Fußballstadien durchzusetzen.

00:21:51: Das kann dann das Thema Stadionverbote betreffen und das kann das Thema die Personalisierung von Tickets, von Fußballeintrittskarten bedeuten.

00:22:03: Das kann aber auch andere Fragen von Überwachung wie mehr Polizei, Kameraüberwachung und so weiter bedeuten.

00:22:09: also es hat viele Ebenen und viele Ideen, die damit zusammenhängen.

00:22:14: So jetzt gab es vor ein paar Monaten große Proteste wieder in den Fußballstadien weil die Innenminister nochmal probiert haben Druck zu machen auf die Vereine um mehr Sicherheitsmaßnahmen durchzusetzen Und das Volge treffen zu dem, was vor ein paar Monaten schon mal im Kreise der Innenminister besprochen wurde.

00:22:36: Er findet jetzt mit den Juni in Hamburg statt und dort sollen dann über weitere Maßnahmen unter Ausschluss der Öffentlichkeit ohne Einbeziehung der Vereine oder ohne Ein Beziehungen der Fans drüber gesprochen werden ob Sicherheitsverschärfung geben soll und ob die Innenminister mehr von diesen Sicherheitsmaßnahmen an sich reißen.

00:23:06: Und das Vereinen- und Fanszene erschweren, dezentrale Lösungen zu finden.

00:23:16: Das Thema was da dann am meisten noch übrig geblieben ist, dass es dann das Thema von Stadion verboten wird, die ausgesprochen werden sollen welche Kriterien da dann gelten sollten.

00:23:29: Das ist das, was jetzt vermutlich das Hauptthema sein wird mit dem sich die Innenministerinnen im Juni auf ihrer Konferenz befassen.

00:23:38: aber auch andere Themen sind in dem Umfeld nach wie vor präsent und sowohl die Tagesordnung als die Sitzungsunterlagen und die Vorbereitung sehr, sehr in Transparenz sind weiß man einfach nicht so genau was die Innenminister auf ihrer Konferenz da konkret vorhaben, auch zu beschließen.

00:24:01: Ich geh jetzt mal rein zu diesem Thema.

00:24:05: Gewalt ist rückläufig weil also ich habe gerade mein Leben bei ganz frech gegugelt und geguckt was ich dazu finde.

00:24:13: Das Erste, was ich gefunden habe ist dass die Spielabbrüche auf dem niedrigen Stand sind und in der letzten Saison also vierundzwanzig, neun Prozent niedriger waren als in der Saison vorher.

00:24:24: Das ist ja schon mal irgendwie gut!

00:24:26: Also Ich bin kein Fußballfan und hab auch wenig Kontakt zu Fußball Und ich bin auch sehr kritisch damit wie das so in teilweise Die Städte den Nahverkehr usw.

00:24:37: eingreifen wenn irgendwo ein Fußballspiel ist.

00:24:39: Weißt du wie es mit So der Gewaltsituation rund um Fußballstadien außen rum und in den Städten, wenn Fußballspiele sind entwickelt sich das auch rückläufig?

00:24:53: Ja.

00:24:54: Das ist genau der Punkt, dass man sich die Zahlen anguckt von einer zentralen Informationsstelle für Sporteinsätze, das ist eine Einheit der Polizei dann sieht man, dass Straf- und Gewalttaten im Bereich Fußball im Stadion und um Stadien herum in den letzten Jahren, in absoluten Zahlen zurückgegangen sind.

00:25:16: Obwohl immer mehr Leute ins Stadio gehen.

00:25:20: Eigentlich könnte es ja so sein, dass die Zahlen steigen wenn mehr Leute in Stadionen gehen dann einfach prozentual gleich bleibt.

00:25:27: aber so ist das nicht!

00:25:28: Es gehen mehr Leute an Stadions und die absoluten Zahlen gehen zurück.

00:25:32: Das bedeutet, dass sie prozentuall auch deutlich sinken.

00:25:38: Das sind die Zahlen, die die Polizei veröffentlicht für die erste, zweite und dritte Liga in Deutschland.

00:25:45: Von daher gibt es da sehr klare Tendenzen, die ist noch unverständlicher machen, warum in so einer Zeit Sicherheitsverschärfung dann eigentlich nötig sind.

00:26:00: Damit wir uns hier nicht falsch verstehen, natürlich ist irgendwie jede Gewalttart im Stadion oder Straftat nicht in Ordnung und muss auch verfolgt werden und man muss alles dafür tun, dafür zu sorgen dass das nicht passiert.

00:26:15: gleichzeitig gibt es auch ein bisschen unterschiedliche Fragen was sozusagen dann halt eben auch eine Straftate ist Menschen zu verletzen deutlich schlimmer aus meiner Sicht als Hyrotechnik einzusetzen, wenn niemand zu Schaden kommt.

00:26:37: Was mir vor allem wichtig ist ja die Frage zum einen der Verhältnismäßigkeit.

00:26:44: Wenn man sich die Zahlen anguckt rückläufige Zahlen trotzdem Verschärfung und zum anderen ob es wirklich was bringt Oder, wenn man Gesetze verschärft und es schwieriger macht mit Sicherheitsverschärfungen auch auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen oder ob das nicht auch das Gegenteil auslösen kann.

00:27:06: Weil ist Fronten verhärtet und weil es dazu führt dass am Ende des Tages die Arbeit beispielsweise auch von Fanhilfe, von Fanvertretung usw.

00:27:17: deutlich erschwert werden man dort eigentlich festgestellt hat, dass eine Akzeptanz in der Fernsehene gibt für die Strukturen, die auch in den letzten Jahren aufgebaut wurden.

00:27:31: Und das riskiert man halt wenn man jetzt einseitig auf Sicherheitsverschärfungen setzt weil man sich nicht anhört was Strukture vor Ort eigentlich auch an Empfehlungen haben und dann Expertise haben im Umgang mit problematischen Tendenzen, die es natürlich im Fußball gibt.

00:27:48: Deswegen glaube ich, dass das sehr wichtig ist.

00:27:50: Dass man auf diese Strukturen hört und diese Struktur eher stärkt um halt eben auch dafür zu sorgen, dass ja beispielsweise Sozialarbeit im Vereinsumfeld gestärkt wird und man dafür mehr Geld einsetzt.

00:28:02: oder man hat jetzt zumindest als Innenminister sich mit diesen Strukturen, mit den Leuten die in den Fan-Hilfen organisiert sind oder Fernbeauftragte von Vereinen sind.

00:28:12: Dass man sich mit denen zusammensetzt und gemeinsam probiert Lösungen zu erarbeiten um neue Erfolge zu erzielen damit die Zahlen natürlich das muss das Ziel sein noch weiter sinken.

00:28:22: aber das passiert halt nicht und sowohl Vereine wie organisierte Fans klagen darüber dass die Innenminister in sehr intransparenter Weise füreinander über diese Fragen diskutieren, aber nicht mit den Betroffenen und mit den Strukturen die es vor Ort gibt.

00:28:40: Und das ist in der Politik eigentlich immer schlecht wenn du die Leute nicht einbeziehst sie von Entscheidungen betroffen sind.

00:28:47: Und da scheint hier auch der Fall zu sein aus ideologischen Gründen von einigen Innenministern wie zum Beispiel in der Hamburger Insenatur Annik Rote und auch noch ein paar andere die das scheinbar als so'n politisch ideologisches Kampfthema sehen was niemand hilft, würde ich sagen.

00:29:08: Wobei ich ja tatsächlich finde... Also wenn man sagt wir beziehen die Menschen ein, die das betrifft dann sind es eigentlich nicht nur die Fußballfans sondern dann sind das auch die Menschen, die sonst davon betroffen sind und das sind zum Beispiel Frauen.

00:29:25: also ich kenne das von mir Ich fahre viel Bahn Und ich war auch schon, hab mich in Köln wiedergefunden.

00:29:32: Oh fuck!

00:29:32: Heute war Fußballspiel und ich habe den Eindruck, dass man das spürt in so einer Stadt.

00:29:39: Ich merke es schon auch krass, da sind jetzt plötzlich ein großer Haufen betrunkener Männer im Zug.

00:29:44: Ich hab auch super schlechte Erfahrungen gemacht mit Fußballfans.

00:29:50: Aber was natürlich bei mir hängen bleibt ist ... Okay, ich sitze in dem Regionalexpress gespürt eingesperrt mit einer großen Menge von angetrunkenen Männern im gleichen Tritko, die nicht nur laut sind sondern teilweise auch übergriffig, verbal und im schlimmsten Fall auch.

00:30:07: körperlich.

00:30:09: Also das sind ja auch Sicherheitsthemen, die da dazukommen.

00:30:13: und ich glaube so dieses Sicherheit im Fußballthema betrifft am Ende nicht nur die Fußballfans weil diese Menge von Fußballfanz auch in Verbindung mit Alkohol und auch wir haben schon eine Folge gehabt zum Thema Männlichkeit in Verbindungen mit dieser Menge an Männern, die ja auch alle noch in diesem männlich-patriarchialen System sozialisiert sind fühlt sich für mich oft genug auch bedrohlich an, wenn ich da mal reingerate.

00:30:41: Und das ist vielleicht schon eine Perspektive, die in so einer Diskussion reingehört?

00:30:47: Ja aber was hilft dir im Umgang mit diesen Idioten, die ihr das Leben schwerer und unsichterer machen, dass die Tickets personalisiert werden oder dass bei drei Stadionsverbote mehr ausgesprochen werden, länger dauern bei Leuten die sich getrügelt haben und rausgeflogen sind.

00:31:06: Das ändert sich für dich ja nicht!

00:31:08: Sie können immer noch dich im Zug nerven und zu viel trinken... ...oder andere Sachen machen.

00:31:16: Das ist ja die Frage, die da diskutiert wird.

00:31:19: Dass es eine Relevanz hat und auch Menschen gibt, die alkoholisieren ganz egal ob sie zum Oktoberfest fahren oder zum Fußballspiel, oder zum Junggesellenabschied oder so.

00:31:30: Unangenehm sind das ist ja ohne Frage richtig.

00:31:33: also der so.

00:31:34: aber dass es nicht das was da besprochen wird sondern hier geht es darum eine Gruppe an Menschen auch pauschaler sozusagen zu verurteilen gegen die mit repressive Maßnahmen vorzugehen Das löst aus meiner Sicht eher aus Lage sich verhärtet, dass es keine Lösungen gibt und wir am Ende des Tages eine aufgeheiztere Stimmung haben.

00:32:02: Die für niemandem gut ist und vor allem auch nicht dazu beiträgt die Probleme zu lösen, die gesellschaftlich auch gibt.

00:32:14: Deswegen glaube ich muss man sehr stark differenzieren.

00:32:18: Wir hatten letztes Jahr eine Situation Rund um einen Ausredspiel vom FC St.

00:32:23: Pauli, da hat es auseinandersetzung gegeben im Bahnhof in Hannover zwischen der Handvoll St.Pauly-Fans und einer Handvoll Wolfsburg-Fanz.

00:32:36: das Ergebnis davon war dass in Frankfurt mehrere hundert St.Pauli Fans auf Familien mit Kindern festgesetzt wurden und über Stunden nicht mehr ins Stadion durften.

00:32:50: Und zurückreisen mussten, so was einfacher zu machen hilft ja niemanden und nimmt viele Leute in Generalverdacht für denen sie gar nichts können sondern einfach nur weil sie im selben Zug waren wie die Leute die sich falsch behalten haben.

00:33:06: und solche Sachen einfacher zum Machen zu sanktionieren Das ist sozusagen das, was viele Innenminister eigentlich wollen und das hilft nicht.

00:33:18: Das, was du angesprochen hast, das löst du durch andere Fragen ja die gesellschaftlich breit wichtig sind.

00:33:24: da kann man zumindest sagen dass es im Fußball ja auch Strukturen dafür gibt.

00:33:29: also es gibt ja bei vielen Vereinen und auch bei der Anreise gibt es ja Strukture beispielsweise durch Fans Erheben und Beratungsstrukturen, die halt eben auch bei Konfliktfällen dann vermitteln.

00:33:45: Die jetzt AnsprechpartnerInnen fungieren usw.

00:33:48: Das sind so Sachen, die es im Fußball mehr gibt wahrscheinlich jetzt auf dem Oktoberfest.

00:33:53: Aber deswegen wäre es trotzdem ein Problem, da hast du völlig recht.

00:33:58: Das löst du nicht mit dem was die Innenminister besprechen sondern das würdest du tatsächlich damit lösen solche Strukturen zu stärken über die ich jetzt schon viel gesprochen habe und ich gesagt hab weil das müsste man eigentlich machen ja weil wir daran gemeinsam Interesse dran haben viel Verhalten anzugehen und Lösungen zu finden allen angenehmer macht miteinander umzugehen und irgendwie zusammen zu leben.

00:34:27: Ganz egal, ob das im Zug ist oder keine Ahnung.

00:34:32: Man zum Geburtstag der Großmutter fährt und leider spielt parallel in derselben Stadt ein blöder Fußballverein und dann ist man genervt von den ganzen Fußballfans die da anreisen auch als Masse.

00:34:41: Es kann ja auch einfach nerven ohne dass sie irgendwas machen sondern nur weil es natürlich eine große Masse ist an Menschen.

00:34:49: aber das löst man nicht durch solche Repressionen und durch das, was da jetzt tatsächlich in Hamburg auf dem Spiel steht.

00:34:56: Das ist etwas wo man auch probiert um Stimmung zu machen.

00:35:00: Auch gerade weil es starke Gefühle gibt auch bei vielen Leuten die nichts mit dem Fußball zu tun haben genau wie du's gesagt hast ja und dass ist mir aber sehr wichtig dazu unterscheiden.

00:35:14: also ich gebe zu deine Argumente und auch deine Leidenschaft für diesen Fußballstörern, gerade mein persönliches Weltbild.

00:35:22: Was sie ja tun sollen?

00:35:24: Das ist eigentlich ganz gut so ... Ich denke da grad ein bisschen drüber nach.

00:35:29: Mir fällt auf in meinen eigenen Gedanken.

00:35:31: Ich guck grad in meinem eigenen Kopf.

00:35:33: Ich bin ja sonst nicht dafür Menschen als Gesamtgruppen zu verurteilen.

00:35:37: bei Fußballfans habe ich bisher so wenig Problem mit gehabt.

00:35:41: das hinter frage ich jetzt mal.

00:35:42: einfach weil du natürlich dass auch Fußballfans, auch wenn sie gerne alle das gleiche Trikot tragen eine diverse Gruppe von Menschen sind.

00:35:52: und ich kenne auch viele Geschichten.

00:35:56: Meistens sind Jungs die von den tollen Stadionerfahrungen erzählen, die sie dann mit ihrem Papa hatten schon als Kind und so.

00:36:03: also da steckt ja mehr drin als nur... Mittelalte Männer die Krawall machen.

00:36:10: Und es wäre schade, das darauf zu reduzieren wenn wir jetzt auf die Innenministerkonferenz beziehen.

00:36:16: eigentlich umso bescheuerter dass diese sicherheit Themen und auch diese emotional relevanten Themen wie Sicherheit im Zug Sicherheit in der Stadt Wie schaffen wird es denn?

00:36:31: vor allem Fußballfans und vielleicht auch die Menschen, die halt außenrum das miterleben ohne so richtig beteiligt zu sein.

00:36:40: Dass es da ein größeres Sicherheitsgefühl gibt und dass diese Fußballfan-Massen nicht mehr so stark als Bedrohung wahrgenommen werden.

00:36:49: was können wir da tun?

00:36:51: Also umso blöder, dass das dann nicht ganz klar auf der Tagesordnung steht sondern ausschließlich lasst uns die Fußballfanz einboxen engen, damit wir irgendwie Konsequenzen ziehen können.

00:37:03: Das gehört ja eigentlich auf so einer Agenda mit

00:37:06: drauf.".

00:37:08: Ja und glaubt man nicht dass das nur was es für Menschen betrifft die zum Fußball spielen gehen?

00:37:15: Weil gerade wenn mir über so Maßnahmen reden wie personalisierte Tickets oder KI-Überwachung bei großen Veranstaltungen, hat die Geschichte auch schon oft gezeigt, dass man solche Bereiche oft beim Fußball testet weil es eben auch Menschen gibt, die mit Tischees im Kopf Vorurteile haben gegenüber Fußballfans.

00:37:42: Aber der nächste Schritt ist dann das Taylor Swift-Konzert oder die Selena Fischer Konzert wo du genau dieselbe Massen über Wachen einsetzen kannst und wo wir ja auch wissen dass es viele Politikerinnen gibt gerade in den größten Parteien CDU und SPD die ja die meisten Innenminister in Deutschland stellen, die eigentlich finden dass wir mehr Überwachungsmaßnahmen brauchen für unsere Bevölkerung und meinen das das ein Beitrag dazu leistet, dass wir alle insgesamt sicherer leben.

00:38:14: Und da auch bereits sind im Teil unserer Freiheitsrechte zu Opfern.

00:38:19: Und es kann man ja diskutieren ob das richtig oder falsch ist.

00:38:22: also so ich habe dann obviously kann man beim Statement eine klare Meinung zu.

00:38:28: Aber diese Diskussion kann man ja führen.

00:38:31: Man muss wissen, dass auch wenn man kein Fußballfan ist, Fußball oftmals und Fußballfans ein Testbild dafür sind... Freiheitsrechte für die Gesamtbevölkerung einzuschränken.

00:38:43: Und unter diesem Blick muss man das eben auch sehen, ja?

00:38:47: Dann muss man halt eben auch bereit dazu sein, dass das Ganze dann eben auch für sich selbst gilt, auch wenn man auf dem Stadtfest bei sich vor Ort ist oder wenn man gerne zu Konzerten geht oder ins Theater geht oder oder oder.

00:39:03: Das gehört zur Debatte halt immer auch dazu.

00:39:06: Ja kleine Side Note weil du gerade Taylor Swift gesagt hast Bei Taylor Swift gab es ja schon mal einen Skandal, dass Besucherinnen ohne ihr Wissen biometrisch gescannt wurden.

00:39:17: Das hat wir da tatsächlich schon mal ... Aber ich finde auch das ist ... Ja, die selbe

00:39:21: Diskussion!

00:39:22: Das ist mein Punkt?

00:39:23: Ja genau, das ist die selben Diskussion.

00:39:25: Ich finde aber auch, also das könnte man sicher durchaus auch mal anschauen, Taylor Swift hat eine riesige Fan-Kultur und hat riesige Konzerte gespielt weltweit und in ganz Europa.

00:39:35: Und wenn man jetzt vergleicht was die Menschen erzählen aus den Städten, in denen die Teller's Rift Konzerte stattgefunden haben.

00:39:42: Wo das ja auch eine riesige Menge an Menschen war, die dahingereist ist zum Teil mehr Menschen als überhaupt in die Stadien gepasst haben weil die Leute dann noch gefeiert haben versus wie sich das anfühlt wenn so ein Fußballspiel da ist.

00:39:58: ich glaube es wird auf jeden Fall noch zu diskutieren sein Wie sich das

00:40:04: weiterentwickelt?

00:40:04: Ja, aber das ist ein anderer Punkt.

00:40:07: Mein Punkt war ja dass man sich sehr sicher sein kann, dass Sachen die in einem Feld getestet werden später auch für andere bereit stehen.

00:40:16: Die Veranstaltung können ja teilweise auch den selben Geländen statt und so weiter.

00:40:19: Das ist dann sehr niedrigstellig So zu argumentieren Dass das dann auch für andere Bereiche gelten kann.

00:40:26: und hinzu kommt nochmal, es gibt kein großes Sicherheitsproblem im Fußball.

00:40:30: Das stimmt halt einfach nicht!

00:40:33: Und wenn du dir anguckst wie viele Menschen Straftaten auf dem Oktoberfest begehen oder so, oder wie viel Übergriffe es da gibt – im Vergleich zum Fußballstadion?

00:40:46: Das hat eher was damit zu tun, was für Publikum du da hast.

00:40:51: Da sind wir wieder bei diesem Männlichkeitsthema wie wir damit umgehen gesellschaftlich?

00:40:58: Aber das ist kein Fußballproblem sondern ein gesellschaftliches Problem in Teilen, was wir haben und woran wir arbeiten müssen.

00:41:07: aber es ist kein Fußballproblem und auch kein Problem, was du mit den Maßnahmen löst die bei den Innenministern zumindest diskutiert werden.

00:41:16: Mir wissen wir ja auch nicht, deswegen wäre schon ein nächster Schritt, wenn sie etwas transparenter unterwegs wären und vor allem endlich mal die Vereine und die Fans in ihre Arbeit eine Beratung stärker einbeziehen und nicht nur irgendwelche Urteile treffen und dann von anderen erwarten das auszulöpeln?

00:41:35: Ja bin ich dabei!

00:41:36: Und das ist ja schon was ganz grundsätzlich... die Annahme, dass mehr Überwachung immer zu mehr Sicherheit führt.

00:41:45: Die trägt nicht!

00:41:47: Also da gibt es auch genug Zahlen zu und auch soziologische Untersuchungen, das Mehrüberwachung manchmal sogar zu einem geringeren Sicherheitsgefühl führen kann.

00:41:57: Deswegen hast du völlig recht, dass wir dann natürlich auch gefahr laufen wenn wir sowas einfach durchwinken, dass Wir einfach insgesamt das Thema überwachung wahnsinnig stärken Und das halte ich für keine gute Entwicklung.

00:42:15: Das ist auch ein gutes Schlusswort für dieses Thema,

00:42:18: oder?

00:42:19: Genug Sport für heute!

00:42:20: Wir haben noch einen... Ein klassisches politisches Thema aus Europa.

00:42:25: Wir haben vor einigen Folgen schon mal über die Wahl in Dänemark gesprochen und uns damals darüber gefreut, dass unter anderem die Grüne Partei da sehr gut abgeschnitten hat.

00:42:35: Jetzt hat Dänemark eine Regierung gebildet?

00:42:39: Was musst du verfolgt?

00:42:40: Das ist natürlich auch super interessiert weil du Teil der dänischen Minderheit bist und auch dänisch sprichst.

00:42:45: Wie sieht diese Regierung jetzt aus?

00:42:46: Wer hat sie gebildete in Danemark?

00:42:49: Ja, es ist total spannend und auch aus meiner Sicht etwas was erfreulich ist.

00:42:54: Und einem auch ein bisschen Hoffnung geben kann dass auch positive Sachen aus einer progressiven Perspektive in der EU wieder stattfinden.

00:43:04: Zuerst ist Orban abgewählt worden jetzt hat jemand mit der Linksregierung bekommen.

00:43:08: das ist beides sehr schön.

00:43:10: die Regierung Es hat etwas länger gedauert die zu verhandeln.

00:43:16: Die Regierung jetzt besteht aus zum einen den Sozialdemokraten, die stärkste Partei sind in Dänemark.

00:43:22: Die Staatsministerin Mettele Fraureksen, die auch vorher schon Staatsministeran war, ist jetzt geschafft noch mal eine Mehrheit zu bilden und das tut sie zusammen mit der Grünen-Partei, also unserer Schwesterpartei SF und den Sozialliberalen Die Partei wo die EU-Kommissarin Margrethe Westair, die ehemalige EU- Kommissarin und Vizepräsidentin der Kommission Teil von ist.

00:43:50: Und so eine Zentrumspartei oder Ratwende, die dem ehemalligen Staatsminister im anderen Staatsminister Lukas Rasmus neu gegründet hat.

00:44:02: Das heißt es ist eine Regierung, die dann toleriert wird.

00:44:07: Linkspartei und einer anderen grünen Partei, die angekündigt haben, dass sie die Staatsministerin unterstützen.

00:44:14: Aber die selbst nicht Ministern Teil der Regierung sind sondern eine tolle Regierungspartner sind im Parlament.

00:44:20: So ist jetzt gestanden gekommen und das ist wirklich super interessant weil man ja schon sehen kann, dass die Handschrift dieser Mitte-Links-Regierung auf jeden Fall deutlich progressiver ist als was in den letzten Jahren aus Dänemark so kam.

00:44:42: Ja, ganz kurz.

00:44:43: Die Staatsministerin ist in Dänemark wahrscheinlich eine ähnliche Funktion wie bei uns der Bundeskanzler?

00:44:51: Also du hast mir ja Artikel geschickt auch weil du dich da natürlich drüber sehr freust und die haben ganz schön coole Sachen vor.

00:44:59: also es ist irgendwie ne Steuerreform geplant mit wirklich auch ordentlichen Steuersenkungen.

00:45:05: zu einem so frühen Zeitpunkt fand ich spannend, wie konkret benannt war was da irgendwie geplant ist.

00:45:11: Also die Einkommenssteuer soll reformiert werden und auch ein bisschen vereinfacht werden wenn ich das richtig verstanden habe.

00:45:18: aber insgesamt sollen tatsächlich die Einkommensteuern sinken und dann wurde auch mit so fünfzehn Prozent schon eine ganz klare Zahl genannt.

00:45:25: Das hat mich total beeindruckt dass sie in der Regierung bildet und sagen hier guck mal wir haben schon eine zahl für euch Es ist ganz viel Klimaschutz da drin.

00:45:33: Also es gibt ein ganz klares Bekenntnis zu Klimaschutz und auch zu einer weitgehenden Elektrifizierung der gesamten Gesellschaft und Wirtschaft.

00:45:42: Ich fand super schön, dass auch so Tier- und Naturschutz irgendwie unterwegs ist.

00:45:47: Die Schweinezucht soll verbessert werden.

00:45:48: Da gibt's Dinge die verboten werden sollen.

00:45:50: Das ist irgendwie die Idee, dass man nicht erlaubt das neue Schweinezugbetriebe aufgebaut werden und es soll Meeresschutzparks geben.

00:46:02: Und irgendwie da fast noch so ein bisschen random, kostenlose Zahnbehandlungen für RentnerInnen fand ich auch eine nette Sache.

00:46:11: Also das klingt ja eigentlich schon wahnsinnig links alles oder?

00:46:17: Ja absolut!

00:46:18: Und zum Beispiel kostenlos einen ÖPNV.

00:46:22: Eine ziemlich gute Sache.

00:46:26: Die haben das Ziel, das hast du ja indirekt auch schon gesagt die grünste nachhaltigste Regierung in der Geschichte Dänemark zu sein.

00:46:37: Da haben sie die Klimaziele nochmal verschärft aber auch wie du gerade schon geschrieben hast grade einige Maßnahmen auch im Bereich von Naturschutz und Tierschutz formuliert die noch mal deutlich über das hinausgehen was ein Dänemarkt der Standard ist wohlwissend dass gerade bei so Energie- und Klimafragen Mit Landwirtschaft ist das vielleicht mal was anderes.

00:46:57: Denen magst du sowieso schon immer mit, dass der ambitionierteste Land gewesen ist in der Europäischen Union.

00:47:02: Die sind ja sowieso natürlich deutlich besser als viele andere und legen da jetzt nochmal eine Schrittbrille drauf.

00:47:07: Das ist total gut und wichtig auch vor dem Hintergrund, dass wir in Brüssel Diskussionen haben, den Deutschland ja auch.

00:47:17: funktioniert das eigentlich alles mit dem Klimaschutz oder geht es eigentlich nicht.

00:47:23: Und Dänemark ist ein Land was zeigt dass es geht und wir jetzt uns natürlich nicht eins zu eins mit so einem kleinen Land wie Dänemark vergleichen sollten.

00:47:34: aber Dänermark ist ein land was sehr gut funktioniert und wo die Menschen es den menschen sehr sehr gut geht und deswegen ist es auf jeden fall für nicht nur Ideen, sondern auch für Europa insgesamt.

00:47:49: Interessant dass du eine Regierung dort jetzt bekommst die zum einen im ökologischen Bereich zeigen das man Sachen machen kann und das mutige Projekte möglich sind und zum anderen aber auch eine deutlich sozialere Politik machen als wir das gerade in Deutschland sehen, wo Friedrich Merz durch die Gegend trennt und sagt man muss den Sozialbudget im Bundeshaushalt zusammenkürzen.

00:48:13: Und in Brüssel darf man auch nicht mehr Geld ausgeben für soziale Sicherheitsnetze.

00:48:18: da gehen die denen einen anderen Weg und das ist total gut und in der Tat sehr freulich.

00:48:23: Ja wenn wir jetzt aber beim Thema Geld aufgeben sind diese neue Regierung gibt auch ganz unumwunden in Zeitungsartikeln mit Zitaten zu Unsere Maßnahmen sind noch nicht alle gegenfinanziert und wir suchen da noch nach Spielraum.

00:48:40: Ich fand es erst mal schön, dass das so transparent ist.

00:48:43: Dass jetzt niemand das aufdecken musste, dass es gar nicht finanziert ist.

00:48:49: Sie machen ja gar nicht die Tür auf, dass eine Zeitung ihnen vorwürft, haltlose Versprechungen zu machen.

00:48:54: Sondern sie sagen sehr klar, das haben wir vor und brauchen noch Geld dafür.

00:48:58: Trotzdem finde ich die Frage spannend.

00:49:00: Ist es sinnvoll?

00:49:01: mit so einer Agenda rauszugehen und so einen Plan, wenn man gar nicht weiß, wo man das Geld dafür hernehmen soll?

00:49:07: Na ja also zum einen gibt es ein paar Sachen die in den letzten Jahren passiert sind.

00:49:13: Und denen mag eigentlich ein Land ist was auch finanziell relativ viel Spielraum hat.

00:49:17: Das Land jetzt hat keinen hohen Schuldenstand und er hat dann eine oder andere Stelle durch viel Produktivität eine gute finanzielle Ausgangsbasis, auch im Staatshaushalt.

00:49:32: Gleichzeitig gibt es ja auch Maßnahmen die positiv wirken können.

00:49:39: also man kann ja auch durch zum Beispiel Steuererleichterungen für kleine Einkommen dafür sorgen dass der Konsum angekurbelt wird und dadurch auch wieder mehr produziert werden kann.

00:49:52: als ein Beispiel.

00:49:53: Und dann gibt es halt eben in der Tat auch Maßnahmen, die zum Beispiel die Frage nach der Wiedereinführung von einem Feiertag abgeschafft wurde.

00:50:03: Die davon abhängig sind ob man schafft in den nächsten Jahren Wege zu finden, die Produktivität zu steigern und damit dafür zu sorgen dass sich Ja, der Staatshaushalt dann irgendwie mehr Einnahmen generiert werden und man dadurch dann Spielraum hat Sachen zu machen.

00:50:23: Ich würde aber auch eher sagen das ist eher transparent als dass es jetzt eine ... ja, dass es irgendwie weiß ich nicht komisch ist, dass man Sachen verspricht die nicht finanziert sind.

00:50:37: so wie ich das wahrgenommen habe haben sie da einfach vor einem Transparent darüber kommuniziert Und da muss man wissen, dass die wirtschaftliche Lage in Dänemark auch die vom Staat eine andere ist als beispielsweise in Deutschland.

00:50:51: Ja also ich meine das ist ja eine Sache, die wir gerade auch in Deutschland... um unseren Kanzler und unsere Regierung gerade diskutieren.

00:50:58: Eine Sache, die ganz viele Menschen so wütend und unzufrieden macht ist ja das im Wahlkampf Gott weiß was versprochen wurde und es ist alles super einfach und wir müssen einfach nur dass das und das machen und dann geht das schon und nichts davon funktioniert, die Gegenfinanzierung funktioniert nicht.

00:51:14: Also wir haben gerade eher Schwierigkeiten mit diesem Erwartungsmanagement, das da politisch betrieben wurde.

00:51:19: Und Friedrich Merz hat es leider selber geschafft sehr hohe Erwartungen zu wecken und zu kommunizieren und ja auch die ganze Zeit auf die progressiven Kräfte drauf zu hauen.

00:51:32: eine neue Regierung ist, die sagt das haben wir vor und wir arbeiten noch an der Finanzierung.

00:51:36: Ist es ein ganz anderes Gefühl glaube ich.

00:51:38: also sie geben damit ja vor allem mal ne Richtung vor einen Zug für das land.

00:51:42: dass sehr starkes auch Ja aber ohne dass man jetzt diese riesigen Versprechen aufblät sondern man bleibt irgendwie so ein bisschen realistisch.

00:51:52: das finde ich fühlt sich ganz Ganz gut anders auf jeden fall irgendwie spannend bin Ich mal gespannt wie das wie das weitergeht.

00:52:03: Wir werden drüber reden, denke ich auf jeden Fall.

00:52:07: Ja, ich finde es auch schön weil du ja immer wieder, dass du diese Verbindung hast zu Dänemark bringst du ja auch immer mal wieder dänische Themen mit und wir sind ja ein Podcast.

00:52:15: dadurch, dass sie im Europaparlament ist bis haben wir ja total gut die Möglichkeit uns das auf europäischer Ebene auch anzuschauen.

00:52:23: so also ist auf jeden fall immer eine coole Perspektive.

00:52:26: Ja, zum einen das und zum anderen ist es ja auch so dass wir ja schon einfach darüber mehr schon oft gesprochen eine konservative Rechtsruckwelle in vielen europäischen Staaten in den letzten Jahren gehabt haben.

00:52:40: Auch in Deutschland und es glaube ich auch manchmal ganz gut ist als ein Podcast der gerade progressive Themen setzt er auch über progressive Wirtschaftspolitik rede zu sehen dass es dort gibt wo Sachen gut funktionieren oder positive Sachen passieren im Bereich Sozialist.

00:53:01: Und wir, ja darüber dann halt eben auch sprechen sollten weil solche Orte braucht man um zu sehen dass es einfach auch eine Alternative gibt.

00:53:10: zudem was uns Friedrich Merz und ich weiß nicht Manfred Weber und viele andere irgendwie den ganzen Tag erzählen und das die Alternative auch besser sein kann als Rechtsradikalismus und Verschlismus.

00:53:24: Und Dänemark ist jetzt ein Land, was das zeigt.

00:53:28: Es gibt noch ein paar mehr – Gott sei Dank!

00:53:29: – wie Spanien

00:53:30: usw.,

00:53:32: aber Dänemarks ist auf jeden Fall gerade ein positives Beispiel und deswegen sollte man darüber auch sprechen.

00:53:36: Yes!

00:53:37: Ich finde es ist sehr viel Optimismus und Optimismus ist eigentlich ein guter Schlusspunkt für unseren Podcast oder?

00:53:42: Absolut

00:53:44: Wunderbar, weil wir sitzen hier.

00:53:46: Zumindest bei mir ist Feiertag.

00:53:48: Sitzen wir hier zusammen am vierten Juni Also alles was jetzt noch danach passiert hat es leider nicht in diesen Podcast geschafft.

00:53:56: Wir hoffen auf keine größeren Katastrophen übers Wochenende.

00:54:00: Vielen vielen Dank für Deinen Blick auf die Dinge und vor allem für diesen positiven Schlusspunkt.

00:54:07: Ich bin sehr gespannt, was die dänische Regierung jetzt da draus macht und wünscht denen ehrlich gesagt alles Gute weil ich auch ein paar gute Nachrichten gebrauchen kann.

00:54:15: Das geht uns glaube ich ein.

00:54:16: so.

00:54:18: Danke dir Rasmus.

00:54:18: bis dann tschau Und wenn es euch gefallen hat, dann lasst uns unbedingt eine Bewertung dar.

00:54:24: Wir freuen uns über eure ehrliche Meinung aber ehrlich gesagt freuen wir uns am meisten über fünf Sterne und empfehlt den Podcast gerne Euren Freundinnen und

00:54:33: euren Feindinnen weiter.

00:54:35: Und abonniert ihn gerne, denn dann

00:54:36: kriegt ihr sofort mit, wenn ein neuer Volker Online geht.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.