Statusangst und Männlichkeit: Was junge Männer nach rechts treibt | Dr. Gefjon Off (Uni Hamburg)
Shownotes
Warum fühlen sich manche junge Männer von Feminismus angegriffen – obwohl sie bei Themen wie Abtreibung oder Homosexualität oft progressiver denken als ältere Generationen?
In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Gefjon Off von der Universität Hamburg über Statusangst, moderne Männlichkeitsbilder und die Frage, warum wirtschaftliche Unsicherheit junge Männer anfälliger für antifeministische und rechte Erzählungen machen kann.
Gefjon Off forscht zu Antifeminismus und radikaler Rechter. Sie erklärt, warum Sexismus heute oft nicht mehr offen feindselig auftritt, sondern sich moderner tarnt: als Sorge um vermeintlich benachteiligte Männer, als Abwehr gegen Gleichstellungspolitik oder als Sehnsucht nach klaren Rollenbildern. Gerade dort, wo junge Männer um Ausbildung, Arbeit, Anerkennung und sozialen Status bangen, können solche Erzählungen verfangen.
Gemeinsam mit Rasmus Andresen analysiert sie, wie rechte Akteure diese Unsicherheit politisch nutzen, besonders auf Social Media. Wir sprechen über „Protective Masculinity“, also die Vorstellung, Frauen müssten vor einer äußeren Bedrohung geschützt werden, und darüber, wie dieses Bild gegen Migration instrumentalisiert wird.
Doch es geht um mehr als Geschlechterrollen: Welche Rolle spielen Einsamkeit, mentale Gesundheit und ökonomische Perspektiven? Warum können Ausbildung und ein fester Job Einstellungen zur Gleichberechtigung messbar verändern? Und wie kann Politik progressive Männlichkeitsbilder stärken, ohne die Sorgen junger Männer rechten Kräften zu überlassen?
Am Ende bleibt eine zentrale Frage: Wie verhindern wir, dass Statusangst zum Einfallstor für Antifeminismus und Rechtsruck wird?
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Money Matters ist ein Podcast von und mit Rasmus Andresen, Abgeordneter der Grünen im Europaparlament. Eine neue Folge erscheint jeden Montag alle zwei Wochen.
Moderation: Anna-Lena Kümpel und Rasmus Andresen
Konzeption: Jonas Illigmann
Produktion: BosePark
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zu Money Matters.
00:00:02: Ganz schön, dass ihr wieder dabei seid!
00:00:05: Mein Name ist Annalena Kümpel.
00:00:06: ich bin Moderatorin und ich bin in diesem Podcast weil ich normalpolitisch interessiert bin und wir gerne wollen das der Podcast verständlich bleibt.
00:00:13: Und mit mir ist mein wunderbarer Podcast Partner Rasmus Andresen.
00:00:17: Hi!
00:00:21: Liebe Rasmusa einfach Hallo lässt mich dann hier jedes Mal in der Luft hängen.
00:00:25: Verdammt noch eins!
00:00:28: Kurz und bündig
00:00:32: Sehr nordisch, sehr nordisch.
00:00:34: Wenn du es nicht sagst, sag ich Rasmus sitzt für die Grünen im Europaparlament und ist demnach ein bisschen tiefer drin in der Politik.
00:00:44: Wir haben bei der Aufnahme Freitag den zehnten April aktuell fünfzehn Uhr sieben.
00:00:49: Rasmu, wo erreiche ich dich?
00:00:51: Ich bin in Hamburg.
00:00:52: Du bist in Hamburg
00:00:53: diesmal?
00:00:53: Ja, war die Woche mal wieder im Grüssel.
00:00:56: Wir haben ja nach Ostern immer schon Widersitzungen aber bin inzwischen in Hamburg.
00:01:02: Okay!
00:01:03: Wir haben heute das Thema Männlichkeit und gleichzeitig steht Finanzpolitik auf unserem Podcast drauf.
00:01:10: Du hast dir das Thema gewünscht Rasmus.
00:01:11: warum wolltest du das gerne machen?
00:01:15: Also gibt's glaube ich mehrere Gründe.
00:01:17: ein Grund ist dass die Frage von die sich eigentlich gerade junge Männer insgesamt auch politisch entwickeln, sehr viel Raum einnimmt oder mehr Raum ein nimmt in der Politik.
00:01:35: Das kann man oberflächlich betrachten indem man sich anguckt wer wählt eigentlich?
00:01:39: fast da haben wir glaube ich grade als längst progressive Parteien wie die Grünen eine besondere Herausforderung.
00:01:46: das kann man aber auch grundsätzlicher und gesellschaftlicher betrachten wenn man sieht dass sehr viele Männer, gerade junge Männer gesellschaftlich gerade wegbrechen und auch eine Herausforderung für die Demokratie insgesamt bedeuten.
00:02:02: Von daher gibt es politische und gesellschaftliche Gründe dafür und ich glaube aber auch dass das halt eben zum Teil auch mit wirtschaftlicher Entwicklung oder mit Sorgen, die man vielleicht hat vor wirtschaftlichen Entwicklungen zusammenhängt darüber mir zu sprechen Gerade als progressive Kräfte.
00:02:23: Das ist auf jeden Fall mein Ziel und dazu kann dieser Podcast vielleicht einen ganz kleinen Beitrag leisten, auch gerade wenn wir das nicht nur miteinander tun sondern auch spannende Menschen zu dem Thema einladen wie wir es ja jetzt getan haben oder vorhaben noch in der Zukunft
00:02:40: Genau!
00:02:41: Wir haben einen spannenden Menschen dazu eingeladen Rasmus und ich mache diese Folge nicht alleine Off.
00:02:49: Sie ist Postdoc an der Universität Hamburg, hat eine Dissertation geschrieben über Antifeminismus und die radikale Rechte und hat zum Beispiel auch untersucht warum besonders junge Männer sich vom modernen Feminismus angegriffen fühlen.
00:03:05: Herzlich willkommen Gevion!
00:03:07: Dankeschön.
00:03:07: Hi.
00:03:09: Gevian, warum hast du dich für dein Forschungsthema entschieden?
00:03:13: Warum bist du ins Thema Antifemminismus reingetaucht?
00:03:17: Ja, sicherlich auch aus persönlichen Interessen.
00:03:21: Aber auch weil es schließt sich mir nicht so sehr warum Menschen antifeministische Einstellungen entwickeln im Vergleich zu anderen konservativen Einstellung die viele Menschen entwickeln und also sagen wir viele Menschen, entwickeln Antimigrationseinstellungen.
00:03:41: Und der Unterschied den ich sehr stark sehe ist dass Menschen konservative Einstellungen zur Migration haben, eine recht klare Gruppierung zeichnen zwischen Menschen die keine Migranten sind und Menschen die migranten sind.
00:03:57: Aber Menschen, die gegen Feminismus sind, sie müssen sich das ein bisschen komplexer darlegen weil Männer und Frauen eben sehr eng zusammenleben in Familien-Inschulklassen im Freundeskreisen.
00:04:10: Jeder Mann hat eine Mutter möglicherweise eine Schwester oder eine Tochter ne Partnerin.
00:04:15: Also man kann diese Gruppen nicht so klar trennen einfach.
00:04:18: Und deswegen ist es deutlich komplexer in meinen Augen, warum und wie Menschen Antifeminismus rechtfertigen und wozu das führt und woher's kommt.
00:04:27: Das hat mich interessiert!
00:04:30: Jetzt wollen wir heute über Männlichkeit sprechen – da sprechen wir natürlich vor allem auch über die Einstellung gegenüber Frauen –.
00:04:38: Ist Antifemminismus dann ein sehr männliches Thema?
00:04:44: Es gibt auch Antifeminismus unter Frauen.
00:04:47: Tendenziell sieht man ihn mehr bei Männern und das hängt, also gut.
00:04:51: es hängt natürlich auch an eigenem Interesse dass Frauen eher für feministische Themen sich motivieren engagieren oder einfach diese Einstellung haben als Männer.
00:05:03: Es hängt auch mit Diskriminierungserfahrungen zusammen die Frauen diesbezüglich eher machen als Männer.
00:05:10: aber wir sehen auch Frauen sich durch Feminismus bedroht fühlen können, weil der Feminismus zum Teil zumindest auch sehr radikale Änderungen fordern kann.
00:05:21: Die vielleicht nicht im Interesse jeder Frau sind erstmal persönlich oder je nachdem wie die Situation der Frau ist.
00:05:27: also es gibt auch Frauen, die sich davon bedrohen oder in Bedrohung im Allgemeinen eher wahrnehmen, vielleicht nicht konkret so stark bedrohnt fühlen.
00:05:37: Ja, das ist schon auch gemischt und natürlich gibt es viele Männer, die nicht antifeministisch sind.
00:05:42: aber Es hängt auch ein bisschen von der Messung ab.
00:05:44: Es gibt Messungen oder Fragen, wenn wir danach fragen, dann sehen wir fast gar keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen oder nur sehr geringere und andere wo wir sie deutlich stärker sind.
00:05:55: Und jetzt habe ich auch in deinen Papers gefunden, wenn man sich aktuelle Forschungsdaten aus Europa anschaut, dann sieht man das moderne Sexismus ganz doll zunimmt vor allem bei jungen Männern also bei den Männern unter dreißig.
00:06:12: Erste Frage, du hast jetzt gerade über Messungen gesprochen.
00:06:14: Wie misst man eigentlich das Menschen sexistischer werden?
00:06:19: Ja also in der Psychologie gibt es so Sexismus-Fragebatterien, nehmen wir sie, also es gibt etablierte Messung von Sexismus die so häufig getestet worden und standardmäßig in entsprechenden Umfragen genutzt werden.
00:06:35: Da kann man drüber reden dass man sie anpassen muss und dadurch wurde auch dieser moderne Sexismus ist eine Anpassung.
00:06:42: Also die Messung von modernem Sexismus ist eine Anpassung basierend auf der Entwicklung, die wir in der Gesellschaft gesehen haben.
00:06:47: Zuerst hat man eher über sehr feindlichen Sexismus gesprochen also wie... Das könnten Fragestellungen sein wie Frauen probieren die Kontrolle über Männer zu gewinnen und sind manipulativ.
00:07:00: Frauen übertreiben ihre Erfahrungen mit Diskriminierung oder sexueller Belästigung Oder auch Frauen sind weniger kompetent.
00:07:12: Die feindlichen Sexismusvariabeln, die Frauen im Zweifel als Lügnerinnen, manipulativ darstellen oder sehen und dann messen wir natürlich inwiefern Menschen das eben so sehen oder nicht.
00:07:25: Oder als weniger kompettant... Genau!
00:07:29: Aber moderner Sexismus ist eher eine Messung, da geht es darum dass wir ja schon weitergekommen sind mit Gleichberechtigungen in vielen Gesellschaften Und dass viele Menschen eben wahrnehmen, dass wir nicht mehr weiter daran arbeiten müssen.
00:07:44: Dass wir Gleichberechtigung erreicht haben.
00:07:46: und dann ist eher die Frage so gibt es weiterhin Probleme mit Gleichberechnigungen?
00:07:51: Gibt es weiterhin Diskriminierung?
00:07:53: Ist der Feminismus vielleicht auch schon zu weit gegangen?
00:07:56: Das sind eher Fragen, die wir im modernen Sexismus nutzen zur Messung dieser Einstellung das es eben keine Probleme mehr gibt, dass Wir gleich Berechtigung haben und die Konsequenz ist, wir brauchen vielleicht kein Feminismus mehr Frauen übertreiben vielleicht auch.
00:08:11: Genau, aber da auf dieser Variabe moderner Sexismus... Da gehen junge Frauen und Männer gerade sehr stark auseinander bei dem eher feindlicheren Sexismus.
00:08:20: Da sehen wir jetzt nicht dass junge Männer so stark einverstanden sind mit solchen Bilder.
00:08:26: Okay also es ist ein bisschen harmloser als man jetzt vermuten könnte.
00:08:31: im Sinne von jungen Männer wollen alle wieder die Hegemonialstellung des Mannes in der Familie wiederherstellen.
00:08:40: Sondern es ist eher so, dass deutlich mehr junge Männer als junge Frauen sagen, ey, es reicht jetzt irgendwie mit Feminismus.
00:08:46: Ihr habt genug Gleichberechtigung bekommen?
00:08:49: Ist das ungefähr so?
00:08:51: Ja, so könnte man's sehen!
00:08:53: Also junge Männer sehen nicht im gleichen Masse wie junge Frauen, dass es eben noch Ungerechtigkeiten gibt.
00:08:58: Junge Frauen sehen das er und junge Männer sehns nicht.
00:09:02: Und in manchen Ländern sehen junge Männer das sogar weniger als alte Männer, also wo junge Männer jetzt konservative Einstellungen haben.
00:09:07: Als alte Männer.
00:09:08: was für uns eher überraschend ist weil man erwartet generell dass die jüngere Generation progressiver ist als die alte Generation.
00:09:15: und das sehen wir auf ganz vielen Indikatoren und es ist auch normalerweise so Auf diesem Indikator nicht immer.
00:09:21: In manchen ländern ist es eben da schon nicht mehr so in anderen Ländern ist es schon der Fall.
00:09:25: aber dann sind Frauen viel progressiver auf solche Indikatore.
00:09:28: und sie sagen ne wir brauchen weitere Feministische Maßnahmen, Maßnahmen gegen Diskriminierung, Maßnahmen für Gleichberechtigung.
00:09:36: Rasmus du bist der einzige Mann hier in der Runde auch wenn du nicht mehr unter dreißig bist.
00:09:40: ich hoffe das darf ich öffentlich sagen
00:09:42: dass es glaube ich leicht rauszufinden
00:09:49: wie siehst du das Thema?
00:09:52: Ja, also ich meine das was wir gerade gut haben entspricht auch zum einen meiner Wahrnehmung und zu anderen ja auch dem was wir in letzter Zeit auch wieder vermehrt oder nicht wieder sondern vermehrts auch lesen können weil ich glaube dass gerade rund um So ein paar Bewegungen, die es jetzt auch gibt und sehr stark durch Social Media vorangetrieben wird ja auch ein sehr klassisches Rollenbild wieder stärker vermittelt wird.
00:10:21: Und das offenkundig auch rechte Bewegung politisch sehr, sehr stark nutzen und Stimmung zu machen um junge Männer auch vor allem zu erreichen ihnen die Identifikation zu geben in der Zeit wo sie vielleicht um Identifikations- und Rolle anders ringen.
00:10:43: Und deswegen kann ich dem sehr viel abgewinnen zum einen was wir gerade gehört haben und zum anderen Stellen wir uns oder stelle ich mir dann politisch natürlich auch die Frage, was ist darauf eine sinnvolle Antwort?
00:10:57: Auf der einen Seite kann es natürlich nur weiterhin bedeuten.
00:11:02: Auch für Gleichberechtigung, Gleichstellung, Feminismus zu kämpfen und gleichzeitig aber halt eben auch ja eine gewisse Sensibilität im Umgang mit dem, was wir gerade – Ich würde sagen Stimmungsmache erleben von rechtsextremen Kräften und konservativen Kräfte.
00:11:25: Darauf dann halt eben auch eine Antwort zu formulieren, die bei allen Menschen ankommt und funktioniert.
00:11:34: Und da glaube ich haben wir noch Luft nach oben als progressive Parteien- und Politikerinnen.
00:11:42: Wenn du so ins Europaparlament guckst wie ... Nimmst du das wahr?
00:11:47: Also, habt ihr viele feministische Themen und seid ihr so als Gruppe der Parlamentarier eher feministisch unterwegs?
00:11:55: oder gibt es da auch viele Leute die sagen, nee, es reicht jetzt eigentlich mal mit Feminismus.
00:12:00: Na ja, im EU-Parlament sitzen ja erstmal Abgeordnete aus allen möglichen Parteien hin mit Richtung der Europäischen Union.
00:12:07: Das heißt, das kann man... Da gibt's natürlich sehr unterschiedliche Meinungen auch zu.
00:12:11: Das ist im Parlament logischerweise so.
00:12:14: Und dass wir gerade vor allem einen sehr starken Rechtsruck durchleben.
00:12:21: In der Politik zeigt ja auch, dass wir dann im Parlament mehr konservative und rechtspopulistische rechtsextreme Kräfte sitzen haben.
00:12:29: die sind absolut antifeministisch.
00:12:32: aber das sind halt oft dann auch Gruppen die schaffen Stimmung zu machen und dies vielleicht schaffen eben gerade auch junge Männer in ihrer Suche nach Identifikation, Identität stärker anzusprechen als wir das als progressivere Kräfte machen.
00:12:49: Und das ist glaube ich das wo wir uns reflektieren müssen.
00:12:54: also ein Beispiel aus dem Europawahlkampf da hat der rechtsextreme damalige Europa-Abgeordneter und AfD Spitzenkandidat Maximilian Kardes erinnern vielleicht einige auch noch dieses Video gemacht wo so nach dem Motto echte Männer wählen rechts.
00:13:12: und ich will letztens hier nicht alles wiederholen, aber das ist ziemlich viral gegangen auf allen Seiten des politischen Spektrums.
00:13:19: Unsere Seite, also die grüne links-progressive Seite sich darüber sehr schaglustig gemacht hat und auf ich beispielsweise nicht da sehr schach lustig gemacht habe.
00:13:28: drüber haben wir glaube ich die Wirkung, die das in anderen Milieus hatte unterschätzt.
00:13:34: Selbst bei Leuten, die irgendwie wissen dass die Welt nicht so zusammenhängt eins zu eins wie der AfD Politiker das in dem Video formuliert hat.
00:13:47: Aber nichtsdestotrotz war das so ein Ausdruck für eine Bewegung, die ja Anschluss findet.
00:13:53: und wenn man dann danach sieht dass bei der Europa bei den europa waren in zwanzig vierundzwanzig aber auch bei der Bundestagswahl vor einem Jahr Dann Die AfD sehr stark In der Gruppe der jungen Männer abgeschnitten hat während junge Frauen sehr viel stärker grüne oder auch linke gewählt haben dann scheint es ja so zu sein, dass wir da unseren Job nicht gut genug gemacht haben.
00:14:20: Weil ich jetzt per se erst mal nicht glaube das junge Männern größeres Interesse oder ein geringeres Interesse so rum daran haben in der lebenswerten Zukunft zu leben wo Geschlechter gleichberechtigt nach ihren Wünschen und Vorstellungen leben können, wo wir uns stärker um Klimaschutz Junggenerationen sein, aber offenkundig drückt sich das gerade ganz anders aus wenn Menschen dann halt überwahlen beispielsweise ihre politischen Interessen artikulieren.
00:14:57: So und deswegen glaube ich ist es halt etwas wo wir's nicht gut genug machen.
00:15:04: Das ist für mich dann halt eben ja genau.
00:15:07: gar nicht mal nur eine Frage nach was für Themen behandeln wir sondern auch Was für eine Ansprache wählt man und wie geht man vielleicht auch mit Sorgen, die es dann unterschiedlichen Gruppen gibt?
00:15:18: Dann auch als Politiker um.
00:15:20: Ja.
00:15:22: Gelfion was sagt denn die Forschung oder deine Forschung dazu?
00:15:27: warum ist es so dass der moderne Sexismus gerade bei jungen Männern im Moment zunimmt?
00:15:34: Ja also Rasmus hatte ja schon zwei Faktoren angesprochen einmal Social Media und diese Politisierung durch rechts.
00:15:42: Und tatsächlich ist es gar nicht so klar, also natürlich sind diese Dinge die existieren und das sind Phänomene, die da draußen sind.
00:15:49: Es ist gar nichtso klar was für ein Effekt das jetzt genau hat auf ja wie zum Beispiel so einen junger Mann dann in der Umfrage eine Frage beantworten würde.
00:16:00: Diese Effekte sind sehr schwierig herzustellen oder zu untersuchen weil wir eben nicht vorher fragen Social Media-Plattform, treibst du dich normalerweise rum und welchen Influenz dann volkst du?
00:16:13: Und hast du folgendes Video gesehen.
00:16:15: Wir fragen schon natürlich welche Parteien die Leute wählen oder sich vorstellen könnten zu wählen Oder auch sympathisch finden.
00:16:25: Also ein paar Informationen haben wir und wir sehen auch das junge Männer die sich als rechts aus identifizieren und viel Zeit in den sozialen Medien verbringen Auch tendenziell eher diese modern sexistischen Einstellungen haben, aber da ist dann auch die Frage was kam zuerst.
00:16:39: Also hatten sie zuerst diese Einstellung und haben sich dann als Recht ausidentifiziert oder andersherum?
00:16:45: Und genau das gleiche mit dem solchem Mediakonsum.
00:16:48: also gerade weil wir auch dieser Abfolge nicht trennen können anhand von Umfreigedaten Sehen wir nur dass es ein Phänomen ist und wissen nicht so richtig war's wie passiert ist und Es ist sehr schwer diese Effekte zu testen.
00:17:01: man muss auch sagen dass ja viele junge Männer haben die AfD gewählt.
00:17:05: Aber die AfD hat in allen Altersgruppen, vor allem unter Männern aber auch unter Frauen generell einen Zuwachs verzeichnet.
00:17:15: Und die stärksten Ergebnisse verzeichnen die AfD immer noch unter den Männern, die ein bisschen älter sind tatsächlich.
00:17:23: Also fallen junge Männer gar nicht so sehr ... Oder sie haben jetzt nicht das Überraschungsergebnis?
00:17:30: Es ist ein Überraschwungsergebnis.
00:17:31: wenn man sonst erwartet, dass junge Menschen progressiver wählen!
00:17:34: und sie es ja auch vorher getan haben, dann sehen wir eine Überraschungsergebnis.
00:17:39: Aber man kann das auch ein bisschen anders einordnen bzw.
00:17:41: in anderen Ländern sind das vielleicht noch krassere Ergebnisse auch europaweit.
00:17:45: Und was wir zum Beispiel auch sehen ist dass europa weit die zumindest wenn man die Leute fragt was habt ihr gewählt?
00:17:51: Dann gibt's natürlich Leute die nicht ehrlich antworten oder sich vielleicht gar nicht so gut erinnern können.
00:17:56: Dann sehen wir gar nichts zu den krassen Unterschiede zwischen jungen Männern an jungen Frauen.
00:18:00: also sie sind zumindest nicht statistisch signifikant sagt man das dann.
00:18:04: Aber wenn man sie fragt, könntet ihr euch vorstellen diese Partei zu wählen?
00:18:09: Eine rechtsradikale Partei jetzt europaweit.
00:18:11: Dann sehen wir einen sehr starken Unterschied wo wirklich glaube ich mehr als die Hälfte der jungen Männer sagen Sie könnten sich vorstellen diese Parteien zu wählten das ist jetzt europawalt bei den EU-Wahlen und dass es bei Frauen deutlich geringer in der Altersgruppe also dieses Es ist generell eine Partei Ja, anscheinend für Legitim halten und für eine mögliche Partei ihrer Wahl, selbst wenn sie sie noch nicht gewählt haben.
00:18:37: Also wir sehen das natürlich schon.
00:18:38: ich wollte nur ein bisschen einordnen inwiefern es jetzt so stark ist und dass wir diese Social Media Effekte schlecht messen können.
00:18:44: und worauf Ich mich vor allem konzentriere ist zu schauen Wenn du jetzt Social media Content zugespielt kriegst und Du bist ein junger Mann und dir erzählt einen Maximilian Krar oder ein Android Tate oder wer auch immer solche Dinge Was führt denn dazu?
00:18:58: Dass du dann da einsteigst und damit gehst, weil es ist ja immer noch.
00:19:05: also fast alle jungen Männer kriegen irgendwann mal diesen Content zugespielt aber sehr viele gehen auch nicht mit.
00:19:12: Und da sehen wir er einmal im Bildungssystem und in den frühen Arbeitsmarktstadien.
00:19:22: das ist meine Theorie die ich auch probiere zu testen aber noch nicht perfekt belegt habe, um das mal transparent darzulegen.
00:19:29: Sondern vielleicht stückchenweise eher Belege.
00:19:31: aber Männer und Frauen und Mädchen und Jungs in den Schulen haben eine Situation wo junge Frauen und Mädchen tendenziell besser sind in der Schule als jungen Männer und genauso auch in der Uni und häufiger einen Abschluss machen ein Uni-Abschluss machen Und dann kommen sie auf einen Arbeitsmarkt wo die Ausbildung Sehr viel zählt erst mal für den Einstiegsjob.
00:19:56: Natürlich zählt da dein Abschluss deutlich mehr als später, wenn du Karriere machen willst und schon Berufserfahrung hast.
00:20:03: Das heißt es gibt irgendwo vielleicht auch eine Grundlage dafür dass junge Männer nicht so viele Diskriminierung wahrnehmen weil viele strukturelle Diskriminierungsformen passieren eben später im Leben also zum Beispiel wenn Menschen Kinder kriegen wir wissen ganz genau das Mütter deutlich mehr benachteiligt werden auf dem Arbeitsmarkt als Väter.
00:20:22: Aber das ist häufig noch nicht der Fall in den Altersgruppen oder auch wenn es um Führungsposition geht, da wissen wir auch dass Männer strukturell normalerweise vor allem weiße Männer einen Vorteil haben und junge Frauen nicht.
00:20:33: aber auch das wäre wahrscheinlich ein bisschen später relevant.
00:20:36: Und die jüngsten Menschen In unserer Bevölkerung Die sind eben Leute die vielleicht dieser Situation noch gar nicht so stark wahrnehmen und Auch Situationen wahrnehmen denen sie Jungfrauen sehr gut geht zum Beispiel eben in der Schule und an Unis.
00:20:51: Und das muss man auch ein bisschen mit betrachten, finde ich.
00:20:53: Dass es nicht nur rechte Mobilisierung oder Social Media Content ist sondern auch andere Faktoren begünstigen können warum eine Person dann mit diesem Content sich identifiziert und da einsteigt oder eben nicht.
00:21:08: Das finde ich super spannend!
00:21:09: Ich habe gerade auch so ein bisschen in meine Erfahrung geguckt und ich hab tatsächlich angefangen mich mit Feminismus zu beschäftigen zur Richtung Ende meines Studiums und war auch erstmal der Meinung Also ich kenne das Problem gar nicht, verstehe das gar nicht.
00:21:23: Ich konnte es gar nicht mit meiner eigenen Lebensrealität übereinbringen und habe dann schon auch ein bisschen Zeit in der Arbeitswelt gebraucht um irgendwann zu checken, ach so doch!
00:21:34: Das ist ja richtig
00:21:35: nervig hier gerade.
00:21:37: Okay also damit kann ich relate'n.
00:21:39: Das heißt wir haben irgendwie eine Institution in der Schule in der alle irgendwie sind und du sagst junge Männer nehmen die Diskriminierung von Frauen überhaupt nicht war, sodass es irgendwie fast logisch ist.
00:21:53: Dass sie sagen, na ja vielleicht brauchen wir Feminismus gar nicht?
00:21:57: Vielleicht ist das gar nicht so wichtig und vielleicht war's jetzt auch schon zu viel weil ich sehe hier bei den Mädels bei mir in der Schule doch alles in Ordnung wie sind alle gleich oder ... Ist das so?
00:22:10: Könnte man argumentieren dass das auf jeden Fall nachvollziehbar ist?
00:22:12: also wir sehen zum Beispiel und das wieder haben wir auch getestet dass die jungen Männer und Frauen deutlich stärker auseinandergehen auf Fragestellung, die sich direkt auf den Arbeitsmarkt beziehen.
00:22:23: Also wenn wir fragen, werden Frauen auf der Arbeit schlechter behandelt?
00:22:27: Unfaire behandelt als Männer in bestimmter Art und Weise da sehen wir das sie stark auseinander gehen In anderen Bereichen weniger zum Beispiel bei Abtreibung.
00:22:36: Wenn wir fragen wie steht es zur Abtreiberung?
00:22:38: dann gehen Männer und Frau nicht auseineinander.
00:22:39: Wenn wir Fragen wie steht ihr zu Homosexualität Da gehen die auch nicht aueinander Sondern da sind junge Männer progressiver als ältere Männer und vielleicht nicht ganz so progressiv für junge Frauen, aber tendenz- also zunehmend progressiv.
00:22:51: Wenn wir fragen... Was haben wir noch gefragt?
00:22:55: Ist Diskriminierung weiterhin ein Problem?
00:22:56: Da gehen die auseinander.
00:22:58: oder wenn es wenig Jobs gibt sollten Männer bevorzugten Job kriegen.
00:23:03: Da gehen junge Männer und Frauen sehr stark auseinanders.
00:23:05: Wenn man quasi diese Situation hypothetisch in Raum stellt ist gibt nicht viele Jobs.
00:23:10: So ihr konkurriert!
00:23:12: Also da wir sehen gerade bei diesen Arbeitsmarktvariabeln, sehen wird dass junge Männer und Frauen auseinandergehen.
00:23:18: Und auch wenn Männer sich quasi eine sichere soziokonomische Positionen sichern.
00:23:25: also Wir haben Daten wo wir die gleichen Männer über einen längeren Zeitraum beobachten Die gleichen jungen Männer und wir schauen was passiert Wenn ein Mann keine Ausbildung hat und dann Ein Uni Abschluss erwirbt oder kein Keine Anstellung hat und Dann in Einen Job Kommt Oder Vielleicht sogar keine Einstellung hat und dann in einen sehr gut bezahlten relativ gesehen Job kommt.
00:23:46: Wie entwickeln sich denn die Einstellungen?
00:23:48: Und wir sehen auf allen dreien Wegen, dass die Männer weniger sexistisch werden wenn sie eine sichere wirtschaftliche Position erlangen.
00:23:56: das heißt es scheint auf jeden Fall eine Rolle zu spielen.
00:23:59: aber da gibt's natürlich auch diesen gesamtgesellschaftlichen Diskurs mit was ist die Rolle des Mannes und was ist der Status des Manns der sicherlich auch dazu führt dass junge Männer sich fragen Was ist denn meine Rolle?
00:24:11: Also bin ich weiterhin der Alleinverdiener in einer Familie, der die Familie ernähren kann oder vielleicht auch Hauptverdiner wenn nicht allein Verdienern und was wenn nicht.
00:24:21: Was ist dann meine Rolle, was war der Status meines Vaters oder meines Großvaters in der Familie und was ist meiner heutzutage?
00:24:28: also?
00:24:28: das gibt ja sicherlich noch größere Debatten wo Männer sich nachvollziehbare Fragen stellen können erstmal und wir vielleicht überlegen müssen welche Antworten wir geben zusätzlich zu der eigenen Situation socioeconomisch betrachtet.
00:24:41: Also ich würde nicht behaupten, es liegt wirklich nur an der eigenen situation aber spielt auch eine Rolle.
00:24:45: ja
00:24:47: okay das heißt aber wenn ich also als junger mann selber in einer unsichereren Situation bin wenn keine ahnung vielleicht die situation am arbeitsmarkt schlecht ist um mich rum und ich weiß dass schwieriger jobs zu bekommen dann tendiere ich stärker zum konkurrenzgefühl zu meinen weiblichen altersgenossinnen.
00:25:07: Also das geben die Daten konkret her.
00:25:09: In Regionen, in denen die Arbeitslosigkeit angestiegen ist in den letzten fünf Jahren sehen wir deutlich mehr dass junge Männer ja diese diese Einstellung, dass der Feminismus zu weit gegangen ist und auch ihre persönlichen Möglichkeiten bedroht, dass sie diese Einstellungen haben.
00:25:25: Okay, das bedeutet ja auch umgekehrt, dass eine schlechte sozu ökonomische Situation direkt auch wieder Frauen stärker benachteiligt.
00:25:34: wenn dieser Einstellung dann steigt oder?
00:25:38: Ja, also eine schlechte Wirtschaft führt im Zweifel zu mehr Konkurrenzdenken unter Männern.
00:25:43: Vielleicht auch unter ... ja weiß ich jetzt nicht, ob genau unter Frauen auch?
00:25:47: Aber ja, also Konkurrentsdenken von Männern gegenüber Frauen das sehen wir auf jeden Fall, ja.
00:25:53: Ach spannend!
00:25:53: Hattest du das auf dem Schirm, Rasmus?
00:25:56: Also nicht überrascht es ehrlich gesagt nicht weil ich glaube dass in unserer Gesellschaft diese sehr stark von Konkurenzen und Wettbewerb überhaupt umgeprägt ist, bis auf jeden Fall ein Einfluss darauf hat.
00:26:08: Welche?
00:26:09: Wie sich Menschen entwickeln und wie sich auch Menschen zueinander stellen und dass das auch zwischen Geschlechter eine Rolle spielt.
00:26:15: Das finde ich erst mal plausibel so würde ich die Frage beantworten.
00:26:21: Aber ich glaube definitiv, dass wir das politisch zu wenig auf dem Schirm haben in der Frage was folgt dann daraus?
00:26:28: und da haben wir Lösungsansätze oder nicht.
00:26:32: Und was bedeutet das denn?
00:26:33: halt eben auch um eine gewisse Sensibilität auch an den Tag zu legen, wenn wir über politische Antworten beispielsweise auch im Bildungssystem sprechen.
00:26:43: Denn ich glaube das ist zwei Ebenen.
00:26:46: hat das Ganze auf der einen Seite in der Tat es gibt nach wie vor diskriminierendes Verhalten beziehungsweise gesellschaftliche Zusammenhänge, die dazu führen dass Männer immer noch deutlich besser verdienen als Frauen.
00:27:04: Dass in Machtpositionen Männer dominanter sind und wir deshalb noch längst nicht am Ziel sind einer feministischen Gesellschaft wo alle die gleichen Chancen haben.
00:27:17: auf der einen Seite ist es aber auch eine bestimmte Gruppe an Männern die davon profitiert die gerade jetzt auch im Bezug auf ökonomische Entwicklung, vielleicht Zukunftsängste durch Veränderungen grade so in Jobs, die stärker im produzierenden Bereich angesiedelt sind.
00:27:38: Nicht zu den Gehörn, die wahrscheinlich in den nächsten Jahren auf der Gewinnerseite stehen.
00:27:42: Das ist nicht alles nur irgendwelche abstrakten Hirngespinste, die konstruiert sind sondern das ist eine reale materielle Befürchtung, die Menschen auch haben können anhand dessen wie sich unsere Gesellschaft entwickelt und dass gerade deshalb auch Menschen sich Gedanken machen und Sorgen haben und das auch dazu führt, dass vielleicht so klassische Klassische Rollen Definition, Identifikation nicht mehr so da ist.
00:28:13: Das finde ich jetzt erstmal schon ein reales Thema was ja sozusagen mehr ist als eine Konstruktion oder so.
00:28:24: und deswegen würde ich sagen wir diskutieren dazu wenig drüber politisch zu wenig auf dem Schirm, auch wenn ich jetzt sagen würde.
00:28:34: So völlig überraschend ist das eigentlich nicht, weil man da ein bisschen drüber nachdenkt?
00:28:40: Ich musste gerade so ein bisschen in Deutschland an die neuen Bundesländer denken bzw.
00:28:46: die ehemalige DDR.
00:28:49: Da haben wir es ja auch... Also einmal sehen wird, dass halt dort die AfD wahnsinnig starke Ergebnisse hat!
00:28:55: Wir sehen aber schon lange dass junge Frauen diese Bundesländer noch mal deutlich mehr verlassen als junge Männer.
00:29:02: Ich weiß nicht, ob ihr das auch in anderen Regionen irgendwie mal untersucht habt Gevion aber sieht man das häufiger?
00:29:08: Dass das zusammen passiert
00:29:11: also die Ergebnisse rechtsradikaler Parteien und die Abwanderung junger Frauen.
00:29:17: Ich bring das gerade zusammen mit, ich kann mir gut vorstellen.
00:29:20: Wir haben ja auch in Ostdeutschland eine viel schwierigere soziökonomische Situation.
00:29:25: Es gibt ganze Regionen, in denen es wenig Jobs gibt, dann bricht eine Fabrik irgendwo weg und dann werden wieder ganz viele Menschen arbeitslos.
00:29:32: Das heißt da haben wir genau diese Situation die du grade schon beschrieben hast, die dafür sorgt dass der moderne Sexismus bei jungen Männern ansteigt Könnte mir durchaus vorstellen, dass das noch ein zusätzlicher guter Grund ist für Frauen.
00:29:46: Dann zu sagen ja ich gewohne das.
00:29:52: Habe ich nicht so getestet?
00:29:53: Aber in meinem Kopf war es eher andersrum also dass Frauen weggehen und dann die Männer sich nicht nur an einer socioeconomisch prekären Situation wiederfinden sondern auch mit einem Männerüberschuss was vielleicht auch zum Ersexismus führt.
00:30:09: aber müsste man testen was zuerst kommt.
00:30:13: Ich will zu einer Kostas sagen, weil ich glaube das ist auf der einen Seite völlig richtig ist und total wichtig auch ist für die Analyse.
00:30:19: Aber auf der anderen Seite gesehen dieselben Tendenzen halt überall.
00:30:24: Und ob es jetzt im Rückgebiet so ganz anders ist als in einigen Regionen in Ostdeutschland, sei mal dahingestellt aber auch in der relativ hohlhabenden Stadt Hamburg oder in anderen Orten wo das Thema bisschen anders vielleicht zu behandeln ist, die wirtschaftliche Lage Sehen wir trotzdem Tendenzen dieser Berichtung gehen.
00:30:44: Und ich will auch noch mal sagen, dass wenn man beispielsweise mit Queerenorganisationen spricht und Organisationen oder Akteuren, die so queere Jugendarbeit zum Beispiel machen.
00:30:56: Die berichten
00:30:57: z.B.,
00:30:57: dass die Ablehnung von LGBTI und von Queeringpersonen gerade in der Gruppe von jungen Männern sehr deutlich steigt und auch Gewalt gegenüber jungen Queeringmenschen beispielsweise im Schulhof wieder deutlich zunimmt.
00:31:12: Und das ist etwas, das hat keine Region in Deutschland exklusiv.
00:31:23: sehen wir hier ja auch, dass es eine Entwicklung ist die global gerade stattfindet.
00:31:28: Von daher will ich das einmal noch ergänzen und sagen gar nicht im Widerspruch einfach nur als weiterer Aspekt der total wichtig ist und der halt eben auch zeigt, dass das Thema doch nochmal ein bisschen größer ist Ja, sehr viele unterschiedliche Aspekte dann halt eben auch bedeutet und was dann wiederum aus meiner Sicht dazu führt dass man sagen muss ja wir müssen so zu ökonomischen Fragen angehen.
00:31:55: Wir müssen dafür sorgen das man auch beispielsweise in allen wirtschaftlichen, in allen Regionen wirtschaftlicher Entwicklungen hat und Chancen hat und man ja das sozusagen positiv nach vorne geht aber dass wir auf der anderen Seite halt eben Wie gehen wir damit um, dass in einer Gesellschaft, wo unterschiedliche Geschlechter und sexualitäten selbstbestimmt und gleichberechtigt miteinander leben?
00:32:27: Dass das eine Gesellschaft ist.
00:32:29: die auch für Menschen besser ist, die vielleicht davon jetzt oberflächlich betrachtet nicht profitieren.
00:32:37: Weil sie, weiß ich nicht, ein heterosexueller, nicht zwanzigjähriger Mann sind aber auch die profitieren davon wenn Schwangerschaftsabbrüche legalisiert werden Wenn schwule Menschen die gleichen Rechte haben und so weiter Und das halt aber so zu vermitteln und so zu adressieren, dass es nicht als etwas Negatives wahrgenommen wird in einer Gruppe.
00:33:02: Weil man sich dadurch vielleicht weiß ich nicht bedroht fühlt, so absurd das vielleicht für uns auch klingen mag.
00:33:09: Das muss ja sozusagen dann die politische Aufgabe sein, das hinzubekommen.
00:33:13: Und das Thema irgendwie so anzugehen ist glaube Total wichtig und ist etwas, woran Politik aus meiner Sicht bis jetzt zumindest gescheitert ist.
00:33:28: Ich gebe zu, ich habe immer so einen ganz kleinen inneren Widerstand wenn es um dieses Thema Nützlichkeit geht.
00:33:36: Also wir hatten das jetzt irgendwie... also ich erinnere mich in den Diskussionen um Giselle Pelikot, um die Appstienfalt und auch jetzt um Collin Fernandez
00:33:42: daran
00:33:43: dass sich in verschiedensten Kommentarspalten immer wieder den Hinweis gesehen habt ja Wenn ihr das schafft, dass Feminismus einfach endlich nützlich ist für alle.
00:33:51: Ihr müsst nur erklären, dass das nützlich ist Dann habt ihr auch ne Chance, ansonsten seid ihr zu radikal und irgendwie zu viel.
00:33:59: Ich werd da immer sauer, aber ich denk, warum zur Hölle muss denn meine persönliche Sicherheit für dich nützlich sein?
00:34:05: Da hab' ich immer ein bisschen Ärger mit so innerlich... Aber ich verstehe schon was du sagst!
00:34:09: Also das ergibt schon Sinn.
00:34:10: mir ist es total klar, dass wir wissen müssen die Gesellschaft, zu der wir uns hin entwickeln wollen, die muss für alle gut sein.
00:34:17: Auch für junge Männer.
00:34:19: Die sind ja brauchen ja auch einen Platz darin
00:34:22: Ja, also beziehungsweise das ist sie ja auch.
00:34:25: Also das ist ja keine Frage von dass die das sein muss sondern es ist sie auch.
00:34:28: aber was wo breche ich mir zacken aus der krone ab wenn ich meine Argumente und ich habe ja gerade davon gesprochen was wir als politiker in dieser auseinandersetzung darum machen ihr so argumentiere dass das ansprech Bara, es heißt das nicht.
00:34:47: Wie heißt denn das?
00:34:49: Ansprechender ist für Menschen die jetzt erst mal nicht glauben dass die Gleichstellung von queeren Menschen für ihr Leben eine Bedeutung hat.
00:34:58: also wo breche ich mir jetzt einen Zacken aus der Krone?
00:35:01: zu überlegen wie ich Menschen anders überzeugen kann als mit den Argumenten die wir seit vierzig Jahren vor uns her tragen.
00:35:08: Das macht die Argumente nicht falsch und das macht auch die Kämpfe nicht relevanter, aber ich probiere halt... ist ja mein Job als Politiker auch in dem Thema mir Menschen davon zu überzeugen wenn wir, das haben wir oft getan an der Lina Nissen Podcast über eine Vermögensbesteuerung reden oder über andere spannende Steuern oder so dann hilft es mir doch auch, wenn ich am Ende des Tages Menschen davon überzeuge, die ein bisschen konservativer sind und die auf so eine linke Kampfrhetorik beim Thema Vermögensbesteuerung erst mal kein Bock haben.
00:35:38: So, ähnlich würde ich sagen ist das bei dem Thema auch ja?
00:35:43: Und das ist sozusagen das wo Ich glaube wir Grüne und auch andere progressive Parteien hinkommen müssen.
00:35:52: Das ist ein bisschen mein Ansatz daran, auch wenn ich jetzt erstmal verstehe Wo du herkommst und was du sagst, also definitiv so.
00:36:02: Aber ich glaube gerade wenn wir uns angucken was gerade gesellschaftlich passiert und da würde ich schon doch sagen auch wenn es nicht das einzige Argument ist aber wir sehen Da ein großes Gap Nicht nur in der einen Potenzial wo die Leute hingehen sondern auch in dem was sie faktisch faktisch wählen Und damit muss man sich auseinandersetzen.
00:36:25: Du
00:36:26: hast ja recht,
00:36:26: guck!
00:36:26: Deswegen machst du professionelle Politik und ich mach professionell solche Dinge wie Podcast.
00:36:31: Geh' ich schon... Ich würde gerne mit dir noch über das Thema Männlichkeitsbild sprechen.
00:36:38: Rasmus hat es schon ein paar Mal angesprochen und du hast in deiner Forschung auch über Protective Masculinity gesprochen, geschrieben, geforscht.
00:36:48: Was ist das?
00:36:52: Wir probieren häufig zu verstehen, wie Antifeminismus und Anti-Migrationseinstellung miteinander zusammenhängen.
00:36:59: Und da gibt es unterschiedliche Arten.
00:37:01: Es gibt Leute die sind progressiv auf beiden, es gibt Leute, die konservativ auf beiden... ...und es gibt auch Leute, der dazwischen ist.
00:37:08: Und vor allem was man häufiger hört oder sieht, sind Leute die sich gegen Migration aber für Gleichberechtigung aussprechen.. ..und da auch häufig ein Diskurs draus machen, der beides verbindet.
00:37:19: also bisschen Alla Friedrich Merz aktuell mit dem Töchterargument zum Beispiel, wir schützen die Frauen vor den Migranten.
00:37:27: Das ist ein Argument das dann von solchen Leuten manchmal benutzt wird auch gerne von rechtsradikalen Parteien oder inzwischen auch mit der rechten Partei.
00:37:35: Genau aber die Protective Masculinity Leute sind die sowohl konservative Gleichberechtigungs- als auch konservatives Migrationseinstellung haben und die halt sagen ich muss meine Frau beschützen vor dem Migranten, aber nicht weil ich ihre Rechte stärke sondern weil ich der Beschützer bin.
00:37:58: Der Mann, der hier das Sagen hat, der weiße Mann, die hier das sagen hat und die Frau, die weiße Frau in diesem Fall, die ist mir untergeordnet und ich schütze sie vor den Migraten Aber um die Rechte zu stärken und nicht um zu sagen wir wollen die Emanzipation schützen.
00:38:17: Ich will meinen Status als Weißenmann, der der Beschützer dieser Frau ist, sterben.
00:38:23: Das ist dieses Mindset grob gesagt.
00:38:26: Ja!
00:38:27: Richtet sich das hauptsächlich gegen in Anführungszeichen Migranten?
00:38:31: Ich habe gerade so eine Situation in Erinnerung.
00:38:33: Es gab in meinem erweiterten Umfeld wurde ein Baby geboren und eine kleine Tochter... Und ich finde diese Diskussion immer ein bisschen wild, aber das Kind war drei Wochen alt und wir hatten irgendwie ... Da saßen da zusammen bei Kaffee und Kuchen.
00:38:46: Der Vater hat schon erklärt, dass jeder Mann der dem Mädchen zu nahe kommt, jemals bla.
00:38:52: Ich find's wild, bei einem drei-wochen-alten Baby an Dating zu denken.
00:38:56: Aber es scheint in meinem Gefühl auch so gegen weiße Männer zu gehen.
00:39:01: ist vielleicht Wissenmänner auch, dass die manchmal schlecht mit Frauen umgehen?
00:39:06: Ist das exklusiv gegen Migranten gerichtet?
00:39:10: So wie wir das Konzept in der Literatur nutzen, ja.
00:39:14: Aber natürlich... Also ich gehe total mit dass es auch so genutzt wird und es ist ja auch realistisch, dass deine Tauch da im Zweifel Gewalt erfährt von Männern jeglicher Herkunft.
00:39:28: Im Zweifels ist es nicht verkehrt wenn das dann passiert.
00:39:31: aber so wie wir dieses Konzept nutzen und untersuchen geht es vor allem darum wie Antimigrations- und antifeministische Einstellungen miteinander einhergehen.
00:39:41: Und, wie sich das dann ausspielt?
00:39:44: Und an diesem Männlichkeitsbild scheinen ja junge Männer auch wieder ein bisschen mehr gefallen zu finden.
00:39:52: Woran liegt das?
00:39:56: In dem Papier geht es tatsächlich gar nicht um Altersgruppen sondern eher um wer ist am wahrscheinlichsten in dieser Gruppe der redsradikalen Wähler?
00:40:05: Okay
00:40:07: Das heißt, ich kann es dir jetzt nicht so richtig beantworten.
00:40:11: Du hast zu der Frage geforscht, warum ist das so?
00:40:15: was sind die Gründe dafür?
00:40:18: Unter jungen Männern, warum dieses Mindset ... Oder ich könnte jetzt nichts sagen, ob es besonders junge Männer sind, die genau dieses MindSet haben.
00:40:26: Ja okay aber wenn ich das richtig verstanden habe, kann man schon sehen dass dieses Mind Set dazu führt, dass Männer eher rechte Parteien wählen.
00:40:35: gehört das dazu?
00:40:37: Das kann man so sehen.
00:40:38: Allerdings beide, also auch dieses Mindset wo du sagst ich möchte die Emanzipation oder Frauenrechte oder wie auch immer man es formuliert schützen und bin gegen Migration und verbinde diese beiden Standpunkte.
00:40:51: das führt auch dazu dass das Rechte der Rechtsradikale parteien gewählt werden.
00:40:56: aber ist ganz interessant dass diese beiden Narrative halt coexistieren und in beiden Fällen ja eine Maskulinitätskomponente in dem Anti-Migrationsdiskurs und darüber, wie die Menschen sich selber sehen im Bezug zu migrantischen Männern vor allem natürlich.
00:41:12: Und dann nicht migrantische Frauen, wie sie dieses Verhältnis herstellen.
00:41:17: Ich meine jetzt hast du unseren Bundeskanzler ja selbst schon angesprochen?
00:41:20: Wir hatten die Töchterdebatte, wir hatten jetzt das Thema Grundumkolin Fernandez.
00:41:25: als er danach gefragt wurde hat der auch direkt angefangen zu sagen Ja es gibt ganz viel Gewalt aber wir müssen schon auch sehen dass da die größten Teils von Zuwanderern ausgeübt wird Und so ein Bundeskanzler ist ja schon auch eine wichtige Figur
00:41:38: bei uns.
00:41:39: Was macht es denn mit so einer Debatte und vielleicht auch mit so ner Einstellung, wenn das von so relevanter Stelle auch noch gestärkt wird?
00:41:49: Ich bin sicher dazu hast du kein Paper geschrieben aber vielleicht hast du ne Meinung dazu.
00:41:53: Also es gibt Forschung darüber was passiert, wenn eine CDU zum Beispiel oder eine andere entsprechende Partei mit der rechten Partei in einem anderen Land den Diskurs von rechtsradikalen Parteien übernimmt.
00:42:04: zur Migration.
00:42:06: Und das haben wir ja in allen oder fast allen, ich schätze vielleicht allen europäischen Ländern gesehen dass die mitterechten Parteien in den letzten fünf bis zehn Jahren ihren Migrationskurs auf rechtsradikal eigentlich gedreht haben also sich deutlich den rechtsradicalen Parteien angenehrt haben im unterschiedlichen Ausmaß.
00:42:24: aber eigentlich sehen wir überall diese Annäherung dass eine CDU oder in anderen Ländern eben die andere Sprechenparteien sich in diesem Migrationskurs verändert haben Richtung rechtsradikale Parteien.
00:42:36: Und wir sehen die Folge davon ist, dass rechtsradicale Parteien salonfähiger werden und deren Politik.
00:42:42: Vorher war das noch unsagbar, vorher wurde es aktiv aus der Politik ausgegrenzt, vorher war klar, das ist nicht in Ordnung was man sagt und jetzt ist es offensichtlich in Ordnungen weil das was ein CDU-Kanzler sagt ist ja wohl in Ordlung so.
00:42:55: Das ist ja akzeptiert in der Politik.
00:43:00: Das wurde getestet und sehr häufig auch belegt in Studien über diesen Migrationsdiskurs.
00:43:05: Die Frage ist nun, lässt sich das gleiche Argument auf so eine Migrations-Gender-Diskurs anwenden?
00:43:11: Das explizit wurde noch nicht getestete aber man kann davon ausgehen dass es so sein kann.
00:43:17: also was er vielleicht tut ist dass er wieder auf dieser Ebene eben auch AfD Rhetorik und politische Positionen normalisiert, salonfähig macht und in unser aller Wahrnehmung.
00:43:35: Dazu hast du doch bestimmt auch was zu sagen Rasmus oder?
00:43:37: Ich kann mir nicht vorstellen dass du dich nicht über Friedrich Merz ärgerst.
00:43:41: Ja also das ist... Also ich kann dem mich eigentlich nur anschließen.
00:43:45: deswegen muss ich dazu eigentlich gar nicht so viel sagen weil es aus meiner Sicht sehr stark belegbar ist und wir das Tag für Tag auch erleben, gerade in der Migrationspolitik.
00:43:58: In dem konservative Parteien dadurch abprobieren, Hoheit über die Debatte wieder zu gewinnen und sie erreichen eigentlich genau das Gegenteil weil Sie dadurch nicht stärker werden und Leute zurückgewinnen sondern Argumente legitimieren und dann die Leute das Original wählen und dann ihr Kreuz bei den Rechtsextremen machen.
00:44:20: Das ist definitiv so und es hilft sicherlich auch nicht in Bezug auf Äußerungen, die dann auch in andere Themenfelder rübergehen.
00:44:28: Und die ihr gerade auch schon diskutiert habt.
00:44:32: was ich allerdings glaube was halt eben auch sehr wichtig ist dass man Themen tabuisiert sind gegenüber bestimmten Gruppen, die in unserer Gesellschaft eh schon zu wenig diskutiert werden.
00:44:49: Und das sind dann beispielsweise so Fragen wie Einsamkeit?
00:44:55: Die Frage von mentaler Gesundheit was ganz unabhängig davon über was für ein Geschlecht wir reden bei jungen Menschen in den letzten Jahren also gesellschaftlich auch insgesamt gerade Einsamkeiten auch in anderen Generationen aber auch bei jungem Menschen durch die Pandemie auch bedingt noch mal ein bisschen stärker in viel größere Fragestellungen geworden ist und wir gemerkt haben, dass sowohl politisch-gesellschaftlich im größeren Diskurs wie aber dann beispielsweise auch einen konkreten Umgang damit.
00:45:23: In der Bildungspolitik, in Schulen, in der Sozialarbeit
00:45:28: usw.,
00:45:30: wir keinen richtigen Umgang mitgefunden haben und das gerade in Bezug auf solche Fragen dann im Umgang damit für junge Menschen oft auch eine Ratlosigkeit da ist.
00:45:45: Und wir zum Beispiel auch sehen in Erhebungen, dass gerade die Gruppe von jungen Männern sehr, sehr oft der Meinung ist das sie mit solchen Problemen alleine umgehen müssen und einen Umgang finden müssen und sie keine Hilfe annehmen sollen sondern möglichst ihre Probleme für sich klären.
00:46:09: Absurd falsch.
00:46:10: Das ist der Stimmste, was du machen kannst.
00:46:12: Es ist genau andersrum.
00:46:14: Man ist es eine Stärke Hilfe anzunehmen und offen zu sein, offen über Probleme zu reden die man als junger Mensch hat und auch als älterer Mensch.
00:46:23: aber gerade für junge Menschen einen offenen Umgang mit eigenen Herausforderungen ist total wichtig und die Grundlage dafür dass du danach wieder stärker sein kannst und Verantwortung auch für andere übernehmen kannst um insgesamt eine bessere, in der Welt besser klarzukommen.
00:46:40: Das ist etwas wo wir ganz klar sehen dass wir eine Entwicklung in den letzten Jahren erlebt haben die anders ist.
00:46:48: da gibt es viele Menschen sich damit auch wissenschaftlich auseinandersetzen und das nicht nur in Umfragen rausgefunden haben sondern sie sich dann halt eben auch einen Gründen dafür auseinsetzen.
00:47:00: aber das ist zum Beispiel etwas was politisch sehr wenig besprochen wird.
00:47:05: Und wo ich mir mal wünschen würde, dass im Friedrich-März ähnlich wir das bei anderen Themen macht, mal ein bisschen Energie rein investiert und zum Beispiel über mentale Gesundheit, Übereinsamkeit und Übersorgen die junge Menschen haben genauso stark redet wie er das über andere Themen macht.
00:47:22: Da finde ich es sehr enttäuschend, dass sowohl er aber auch unsere Regierung viel zu wenig Macht um halt eben diese Probleme anzugehen.
00:47:33: Yes, das wäre ein fantastisches Schlusswort.
00:47:35: Ich habe aber noch eine Abschlussfrage in Gefjörn natürlich.
00:47:40: Wir sind hier im Podcast, in dem es viel um progressive Politik und um ein progressives Weltbild geht.
00:47:46: Und was du heute beschrieben hast ist ja schon dass wir sehen, dass eher konservative Männlichkeitsbilder und Ideale wieder steigen im Moment, dass das ein bisschen mehr wird.
00:47:59: Glaubst du denn, dass wir irgendwas tun können?
00:48:01: politisch oder gesellschaftlich,
00:48:03: um
00:48:04: diesen Trend aufzuhalten und ein eher progressives Männlichkeitsbild zu stärken?
00:48:12: Ja es wäre spekulativ wenn ich mich dazu äußern würde.
00:48:16: Also weil wir haben keine Interventionstudien und keine Studie wo wir sagen Gruppe junge Männer A macht einen Training und Gruppe jungen Männer B macht das nicht und dann sehen wir Unterschiede.
00:48:29: Das haben wir noch.
00:48:31: Daher kann ich jetzt nicht konkret sagen, geht in die Schulen und erzählt irgendwas von weiß ich nicht was.
00:48:37: Aber die Frage, die ich mir stelle ist also einmal Thema Social Media, wie weit kann man regulieren?
00:48:46: Es wird über das Verbot gesprochen da wissen wir noch nicht was es bewirkt oder nicht, da gibt's so weit Ich weiß noch keine Studie hinzu.
00:48:52: Man könnte auch schon inwiefern mal Algorithmen regulieren können weil die natürlich hetzerischen emotional aufgeladenen auch negativen Content deutlich mehr pushen als positiven Content und das wiederum ist belegt.
00:49:05: Das heißt vielleicht kann man auch daran gehen, Algorithmen zu regulieren an sich aber dass es eine Arbeit die glaube ich schwer zu vermitteln ist irgendwie positive Männlichkeitsbilder und Hoffnungen für Männer die nicht den traditionellen Mann wie ja vielleicht in der letzten oder vorletzten Generation ja hoher Status angesehener, man wie auch immer wahrgenommen wurde entsprechen.
00:49:33: Ja aber das ist wiederum weiß ich nicht wie man genau vermittelt.
00:49:40: Wirtschaftspolitik also wenn es den Leuten wirtschaftlich gut geht dann sind sie deutlich offener für Gleichberechtigung.
00:49:46: Ist vielleicht auch nicht so easy leichter gesagt als getan.
00:49:51: Aber so konkrete Maßnahmen habe ich jetzt kein perfektes Rezept.
00:49:56: Das ist, glaube ich in Ordnung.
00:49:57: Es wäre aufregend wenn wir das schaffen würden in einer Stunde Podcasts.
00:50:01: Das perfekte Rezept dafür rauszukriegen, es wäre eine Leistung die wer verrückt.
00:50:07: Deswegen den Anspruch haben wir auch nicht aber vielen vielen Dank dass du da warst und uns so viele spannende Antworten gegeben hast Gevion.
00:50:14: Ja vielen dank dass ich da sein durfte hat Spaß gemacht!
00:50:17: Danke schön
00:50:18: Und wenn es euch gefallen hat, dann lasst uns unbedingt eine Bewertung
00:50:21: da.
00:50:22: Wir freuen uns über
00:50:23: eure ehrliche Meinung aber ehrlich gesagt freuen wir uns am meisten über fünf Sterne und
00:50:27: empfehlt
00:50:28: den Podcast gerne Euren Freundinnen und
00:50:31: Euren Feindinnen weiter!
00:50:47: produziert von Börsepark Productions.
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